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Remscheid
Investor saniert Parkpalette grundlegend

Remscheid: Investor saniert Parkpalette grundlegend
André Westhoff griff fürs Foto mal selbst zur Farbrolle, um die Betonbrüstung oben auf der Lenneper Parkpalette zu streichen. FOTO: jürgen Moll
Remscheid. Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen in der Parkpalette an der Bergstraße laufen auf Hochtouren, für Autos geöffnet bleibt sie trotzdem. Von Solveig Pudelski

Während ein Mitarbeiter mit dem Hochdruckreiniger alten Belag von der Betonbrüstung auf dem ebenerdigen Deck entfernt, streicht ein anderer auf dem Oberdeck die Mauern in hellem Grau. Ein Schild kündigt an, dass eine Elektrotankstelle, Frauen- und Behindertenstellplätze geplant sind.

"Wir fangen mit frischer Farbe und einer neuen modernen LED-Beleuchtung an. Es folgen bis Jahresende umfangreiche Betonsanierungsarbeiten", sagt André Westhoff, geschäftsführender Gesellschafter von "Besser Parken", und schaut dabei auf Risse, Rost und bröckelnde Ecken im Bauwerk.

Wie berichtet, hat das Parkraumunternehmen die Palette von der Stadt gekauft und führt als kommerzieller Betreiber eine Gebührenpflicht für Stellplätze ein. Durchs Hintertürchen wird das alte Parkraummanagement-Konzept (Paramako), das durch einen Bürgerentscheid damals zurückgenommen werden musste, nicht eingeführt, schreibt die Stadt nach öffentlicher Kritik in einer Presseerklärung. Durch den Verkauf werde Parkraum in Lennep erhalten und saniert. Es geht um rund 180 Stellplätze. Aufgrund des maroden Zustandes wäre eine Schließung die Alternative gewesen, teilt die Stadt mit, Geld für die Instandsetzung habe sie nicht.

An "Besser Parken" wurde das Gebäude unter Auflagen veräußert: langfristiger Erhalt des Objekts als Parkhaus und Gebühren, die sich an Tarifen der Altstadtgarage orientieren. "Das sind sehr moderate Preise", sagt Westhoff. 50 Cent kostet die halbe Stunde. Feste Stellplätze in der Tiefgarage werden für knapp 50 Euro im Monat vermietet. Anwohner biete man eine Vignette an, die für 29,90 Euro zum Parken auf den Decks berechtigt.

Eine Schranke, wie zu Paramako-Zeiten bereits an der Einfahrt installiert, sei nicht geplant. Die Einfahrt werde zugleich eine Ausfahrt sein, das umständliche Rausfahren über das Oberdeck ist dann passé. Westhoff: "Nutzer ziehen am Automaten eine Parkkarte mit der gewünschten Parkdauer." Eigene Kontrolleure überwachen die Decks, um Schwarzparken einzudämmen.

Das Unternehmen investiere eine hohe Summe, um vor allem die maroden Betonteile zu sanieren. Während der Arbeiten an der Zwischendecke könnte es zu zeitweiligen Teilsperrungen kommen. Eine komplette Schließung sei angesichts der regen Nutzung und Nachfrage nicht vertretbar. Es hätten sich bereits viele Interessenten gemeldet, "Anwohner, Firmen und Gastronome, die feste, sichere und helle Stellplätze mieten wollen", sagt Westhoff.

Quelle: RP
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