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Remscheid
Investoren interessieren sich für die Immobilie SinnLeffers

Remscheid: Investoren interessieren sich für die Immobilie SinnLeffers
Seit Jahren verfällt das SinnLeffers-Gebäude auf der unteren Alleestraße. Nun gibt es Kaufinteressenten. FOTO: Nico Hertgen (Archiv)
Remscheid. Der gesunkene Verkaufspreis von 1,5 Millionen macht die Häuserzeile an der Alleestraße attraktiver. Wuppertaler Makler sucht Mieter. Von Christian Peisler und Henning Röser

Michel Baumeister, Geschäftsführer der Immobilienfirma IP-NRW mit Sitz in Wuppertal, hat den Auftrag, das alte und verfallene SinnLeffers-Gebäude an der Alleestraße zu verkaufen. Der Verkaufspreis liegt bei 1,5 Millionen Euro. Besitzer ist ein englischer Immobilienfonds. Dieser gesunkene Verkaufspreis macht nach Einschätzung von Baumeister das Objekt für Investoren und Projektentwickler wieder attraktiv. Mit drei Interessenten stehe er in engem Kontakt. Ein Vierter ist die Stadt selbst.

Neben der Suche nach Investoren führt Baumeister auch Gespräche mit potenziellen Mietern. Im August 2008 hatte die Modehaus-Kette SinnLeffers, ehemals Tochter des Karstadt-Konzerns, Insolvenz angemeldet. Betroffen waren damals 37 Remscheider Beschäftigte. Im Oktober 2008 kam die schockierende Nachricht, dass die Filiale an der Alleestraße zu jenen 24 Standorten gehört, die aufgegeben werden sollen.

Hohe Mieten von mehr als 25 Prozent des Umsatzes drückten das Ergebnis dieser Filiale, und der Inhaber des Ladenlokals, eine britische Investorengesellschaft, war nicht bereit, von seinen Forderungen abzurücken. Das bedeutete das Aus für SinnLeffers in Remscheid. Seit dieser Zeit steht das Gebäude auf der unteren Alleestraße leer. Michel Baumeister kennt ähnliche schwierige Lagen in Innenstädten. "Remscheid ist ein guter bis sehr guter Standort", sagt er. Er kann sich vorstellen, an die untere Alleestraße einen starken Frequenzbringer zu holen. Das wäre zum Beispiel einen Lebensmittelmarkt. "Wir brauchen für dieses Projekt aber die Unterstützung der Stadt", sagt Baumeister.

Aus Sicht von Rolf Lückgen, Wirtschaftförderer der Stadt, ist jede Nutzung der Immobilie besser als ein weiterer Leerstand. "Wenn morgen ein Investor kommt und seine Planungen in Ordnung sind, tragen wir das mit", sagt Lückgen. Joachim Karp von der Wirtschaftsförderung zeigt sich angetan von den sehr guten Gesprächen mit der Immobilienfirma. "Ein Lebensmittelladen an dieser Stelle wäre toll", sagt Karp. Planungsrechtlich ist dort Vieles möglich, vom Verkauf bis zum Wohnen. Die Stadtverwaltung arbeitet zurzeit aber auch an Plänen, um dort das neue Berufskolleg zu bauen.

Ralf Wieber, Geschäftsführer der Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße (ISG) begrüßt die Entwicklung. Er regte gestern an, dass sich die Anlieger der Immobilie an der unteren Allee mit der Firma aus Wuppertal zusammensetzen, um gemeinsam eine Strategie für die Belebung der Einkaufsmeile zu überlegen.

Quelle: RP
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