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Remscheid
J' aime la France

Remscheid. Mit dem "FranceMobile" warb Manon Laurine vorm Röntgengymnasium für ihre Muttersprache. Von Cristina Segovia-Buendia

Besuch aus Frankreich am Röntge-Gymnasium: Die 26-jährige Französin Manon Laurine fuhr mit dem "FranceMobile", einem Renault Kangoo, in Lennep vor. Im Gepäck: Jede Menge Spiele, Materialien und Utensilien, um den Schülern ihre Muttersprache und die französische Kultur authentisch näher zu bringen.

Die Schüler langfristig für Französisch zu begeistern, fällt in Zeiten, in denen andere Fremdsprachen wie etwa Spanisch oder Chinesisch im Aufwind sind, offenkundig schwer. Vor allem in der Oberstufe nimmt die Anzahl an Französisch-Schülern ab: "Wir kriegen noch einen Grundkurs und einen Leistungskurs zustanden, aber es sind doch immer sehr kleine Kurse", gab Französisch-Lehrerin Amelie Jüngst ein wenig enttäuscht zu. Abhilfe erhoffte sie sich durch das FranceMobile, mit dem die Pädagogin schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen machte. Für die Fünftklässler wurde das voll bepackte Gefährt inklusive einem französischen Lektor des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW) und des Institut Français in Deutschland nämlich schon mehrfach bestellt. Gestern war es bereits der dritte Besuch. Doch statt sich wie bislang den Fünftklässlern vor der Wahl ihrer ersten Fremdsprache zu widmen, verbrachte die französische Lektorin aus Toulouse die Zeit mit rund 70 Schülern der achten und neunten Jahrgangsstufe: "Ich bringe viele Animationen mit, Spiele, Quizfragen und Musik", erklärte die 26-Jährige fröhlich. "Unser Ziel ist es, den Schülern zu zeigen, dass Französisch lernen lustig ist und Spaß macht." Vor allem die Präsenz einer echten Französin würde bei den Schülern für Aufsehen sorgen, sagt Jüngst: "Mit den Fünftklässlern hatten wir bislang sehr gute Erfahrungen. Sie waren immer total begeistert, und eine echte Muttersprachlerin kann den Schülern ihre Sprache und Kultur natürlich viel authentischer näher bringen."

Ob das Konzept auch für die Oberstufenschüler greift und sie sich in den kommenden Jahren weiter für Französisch entscheiden, bleibt abzuwarten. Die Neuntklässler schienen sichtbar Spaß zu haben: Das anfänglich ängstliche Stottern auf Französisch legten sie langsam ab und trauten sich beim Spielen bald auch ganze Sätze mit ihrer waschechten Französin zu reden.

Quelle: RP
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