| 00.00 Uhr

Remscheid
Jay Alexanders Stimme verzaubert

Remscheid: Jay Alexanders Stimme verzaubert
Der TV-bekannte Sänger Jay Alexander sang in Lüttringhausen Kirchenbuchlieder, begleitet von einem kleinen Ensemble, ohne Mikro. Seine Stimme zeichnet Sicherheit und ein großes Tonspektrum aus. Ein erstes Bravo gab es für Franz Schuberts "Heilig, heilig, heilig". FOTO: jürgen moll
Remscheid. Benefizkonzert zugunsten des geplanten Christlichen Hospizes lockte viele Zuhörer in die Stadtkirche Lüttringhausen. Von Stefanie Bona

Über eine sehr gut besuchte Stadtkirche in Lüttringhausen konnte sich der Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land am Sonntagabend freuen. Um den Verein bei seinem Projekt der Errichtung eines stationären Hospizes für die Städte Remscheid, Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen zu unterstützen, unterbrach Tenor Jay Alexander seine Deutschlandtournee und berührte das Publikum mit seinem Programm aus neu arrangierten und interpretierten Kirchenliedern sichtlich.

Von der bergisch-barocken Kirche in Lüttringhausen war der fernsehbekannte Sänger begeistert: "Da haben Sie wirklich ein einmalig schönes Schmuckkästchen." Den Hospizbau zu unterstützen, sei eine "enorm wichtige Sache, die uns alle angeht." Um das große Vorhaben umsetzen zu können, solle sein Benefizauftritt ein kleiner Baustein sein.

Jay Alexander hat mit seiner Idee, bekanntes geistliches Liedgut in einer neuen, aber keinesfalls verfremdenden Klangsprache zu präsentieren, schon viele Menschen erreicht. Mit der davon veröffentlichten CD unter dem Titel "Geh aus mein Herz" hat er Platz eins der deutschen Klassik Charts erobert. Das, was die Kirchenbesucher im Publikum teils seit vielen Jahren gut kennen, kleidet er in ein neues Gewand. Idee und Ausführung kamen auch in Lüttringhausen sehr gut an. Konzentriert und teils sogar ergriffen lauschten die Zuhörer der schönen, kraftvollen Tenorstimme.

Jay Alexander überzeugt mit einem großen Tonspektrum, ist sicher und kraftvoll in den Höhen und füllte mühelos ohne Verstärkung den Kirchenraum. Die evangelischen Christen im Auditorium erfuhren eine neue Begegnung mit der "protestantischen Hymne", Luthers vor beinahe 500 Jahren komponiertem Kirchenlied "Ein feste Burg ist unser Gott." Ein erstes Bravo gab es für Franz Schuberts "Heilig, heilig, heilig", dem Alexanders einfühlsamer Gesang eine zu Herzen gehende Schlichtheit verlieh. Und auch mit dem in evangelischen und katholischen Gotteshäusern viel gesungenen "Lobe den Herren", einem 1680 entstandenen "Welthit" des kirchlichen Gesangbuchs, beeindruckte der Künstler sein Publikum.

Seine Erfolgs-CD hat Jay Alexander mit dem Tschechischen Sinfonieorchester Prag auf den Markt gebracht, seine Tournee begleitet ein vierköpfiges Instrumentalensemble mit Pianist und Arrangeur Adrian Werum, Cellistin Anna Lenda, Flötist Andreas Geyer und Gitarrist Klaus Jäckle, der zweimal auch solistisch überzeugte.

Die Mischung aus Andacht, viel Information durch eine kurzweilige Moderation des Gesangsstars und wunderschöner Musik motivierte die Kirchenbesucher zu tosendem Applaus.

Mit den Konzerteinnahmen ist der Hospizverein seinem Ziel erneut ein Stück näher gekommen. Wie Vorstandsmitglied Pfarrer Uwe Leicht berichtete, sind inzwischen 1,1 Millionen Euro auf dem Spendenkonto eingegangen. "Dieses Geld befähigt uns, nun den Standort für das Hospiz zu suchen und eine Betreibergesellschaft auszuwählen."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Jay Alexanders Stimme verzaubert


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.