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Remscheid
Jeder darf mal Schmied sein

Remscheid: Jeder darf mal Schmied sein
Das Eisen schmieden, so lange es noch heißt ist. Wer Lust hatte, konnte das alte bergische Handwerk im Steffenshammer ausprobieren. Reinhold Krehenbrink (l.) half dabei. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Der Förderverein des Steffenshammers freut sich über große Resonanz und Unterstützung. Von Cristina Segovia-Buendía

Bei bestem Wetter und einer beachtlichen Besucherresonanz feierte das Team des Steffenshammers am Samstag Saisoneröffnung. Zum alljährlichen Anschmieden kamen gleich mehrere hundert Besucher und viele Kinder ins Gelpetal, um vor einer traumhaft historischen Kulisse die alte Schmiedekunst im denkmalgeschützten Kotten auszuprobieren oder einfach bei einer frischen Grillwurst und einem kühlen Bier die Geselligkeit unter freiem Himmel zu genießen.

Bereits am frühen Nachmittag tummelten sich zahlreiche Gäste und Besucher auf dem Gelände des Steffenshammers. Der altehrwürdige Hammer hatte nach der langen Winterpause, den Schmiedebetrieb wieder aufgenommen, was viele Eltern für einen kleinen Ausflug mit dem Nachwuchs nutzten. In der Schmiedestube schauten die vielen großen und kleinen Augenzeugen, den Profischmieden über die Schulter. Der große Hammer haute mit voller Wucht auf den glühenden Eisenstab, der sich zwischen den gekonnten Handgriffen der Profis verformte.

Doch nicht nur im Kotten wurde geschmiedet, auch unter freiem Himmel begeisterte Kinderschmied Reinhold Krehenbrink den Nachwuchs, der vor den Augen der stolzen Mamis und Papis selbst Hand anlegen durfte. Erst noch zögerlich wurde der schwere Hammer geschwungen. Unter den Motivationszurufen Krehenbrinks, sammelten die Kleinen dann aber doch ihre Kräfte und schlugen auf das glühende Eisen.

Der Steffenshammer, der offiziell seit 2009 im Besitz des Fördervereins ist, freut sich jährlich über gut 5000 Besucher. "Wir führen jedes Jahr zwischen 90 und 100 individuellen Gruppenführungen durch", erläuterte Vereinsvorsitzender Lutz Kleuser. Besonders Schulklassen nutzen das Angebot, aber auch Firmen, die ihren ausländischen Geschäftspartner die Wiege der bergischen Werkzeugindustrie zeigen wollen. Seit Jahren hat der Verein eine positive Entwicklung: Aktuell zählt er über 150 Mitglieder, darunter Remscheider Unternehmen und Handwerksbetriebe, die ein eigenes Interesse daran haben, das historische Zeugnis zu bewahren."

Aktiv ist der Verein vor allem in der Netzwerkarbeit mit den bergischen Tourismusagenturen, um weitere Besucher ins Gelpetal zu locken.

Quelle: RP
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