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Kulturrucksack In Der Gelben Villa
Jugendliche entwickeln spannenden Hörspiel-Krimi

Remscheid. An einem spannenden Hörspiel tüfteln zurzeit 13 Kinder zwischen zehn und 14 Jahren in der Gelben Villa. Die Geschichte über drei pfiffige Detektivinnen spielt in der NS-Zeit, und ihr Schauplatz ist das Stadtgebiet rund um die Villa. Die Produktion läuft zwei Wochen. Präsentiert werden soll das Ergebnis Ende des Jahres.

Gemeinsam mit Musiker Gustavo Felipe und Jugendleiter Marcel Gratza sowie vier weiteren Mitarbeitern des Jugendbereiches der Gelben Villa arbeiten seit Montag 13 Kinder an einem spannenden Hörspielkrimi: Konzentriert und mit vielen tollen Ideen sitzen die einen am Computer und schreiben das Drehbuch, während die anderen sich im Kellerstudio von Musiker Felipe die Technik erklären lassen.

Die Geschichte über die drei pfiffigen Detektivinnen Miriam, Melanie und Mara hatte eine Gruppe bereits im Herbst entwickelt, erklärt Jugendleiter Marcel Gratza: "Im letzten Jahr hatten wir als einzige Vorgabe, dass das Gebäude der Gelben Villa im Fokus der Geschichte stehen sollte." Entstanden war damals eine Entführungsgeschichte, mit den Erbauern des Gebäudes, Familie Honsberg, die in den 1930er spielt. Da in diesem Jahr auch wieder viele Teilnehmer aus dem vorigen Projekt dabei sind, inklusive der Sprecherinnen der Detektivinnen, kam von der Gruppe schnell der Vorschlag nun eine Fortsetzung zu entwickeln. Thematisiert wird diesmal die Remscheider Widerstandsbewegung während des Nationalsozialismus, in der auch die drei Detektivinnen engagiert sind. Weil sie eines Mordes bezichtigt werden, müssen sie ins Gefängnis, wo sie von Mitgliedern der Bewegung wieder befreit werden und aus Deutschland flüchten. "Danach gibt es einen Zeitsprung in die Gegenwart, in der die Enkel der drei Detektivinnen, die nun Omas sind, von dem Fall erfahren und ihn Jahrzehnte später aufklären wollen."

Für Vanessa, Chantal (beide 14) und Alina (11), die die drei Detektivinnen sprechen, war es im vergangenen Jahr schon eine tolle Erfahrung: "Es hat super viel Spaß gemacht, sonst würden wir jetzt nicht wieder mitmachen." Ungewohnt sei es schon, ins Mikro zu sprechen, "aber es ist lustig", sagt Alina. Eine Herausforderung wird es für sie sein, am Ende des Hörspiels als Omas zu sprechen. "Ich weiß noch nicht, wie ich das machen werde, vielleicht versuche ich, gebrechlich zu klingen", äußert Chantal.

Marcel (14), der Enkelsohn Marvin seine Stimme leiht, freut sich schon auf die Aufnahmen: "Außer einigen Vogeltöne, die ich mit meinen Händen machen kann, habe ich noch nichts aufgenommen", erzählt er. "Vor der ersten Aufnahme mit Text bin ich schon aufgeregt", gesteht er. "Aber ich freue mich."

Cristina Segovia-Buendía

Quelle: RP
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