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Remscheid
Jugendrat setzt Spielaktion für Flüchtlingskinder fort

Remscheid. Das junge Gremium plädiert bei einer Plakatkampagne weiterhin für gegenseitigen Respekt. Von Cristina Segovia-Buendía

Das Spielangebot für Flüchtlingskinder, das im Februar vergangenen Jahres vom sechsten Jugendrat initiiert wurde, wird nun vom siebten Jugendrat weiter fortgeführt. Nach einer kleinen Sommerpause hat das Spielangebot für Flüchtlingskinder nun wieder frischen Fahrtwind aufgenommen, berichteten die Jugendratsmitglieder diese Woche in ihrer jüngsten Sitzung.

Schon in der vergangenen Woche trafen sich Mitglieder des aktuell siebten Jugendrates mit Flüchtlingskindern, um mit ihnen zu spielen und etwas Abwechslung in ihren Alltag zu bringen. Von der Funbox ist das Angebot nun aber ins Flüchtlingsheim am Talsperrenweg gezogen. 2015 wurden die Kinder noch vom Heim an der Wülfingstraße abgeholt, um in der Funbox einige unbeschwerte Stunden zu verbringen. "Doch die Kinder von der Wülfingstraße sind alle schon weg", erklärte Gerd Dietrich-Wingender, Geschäftsführer des Jugendrates. Kurzzeitig überlegten die Mitglieder, das Angebot daher einzustellen, doch im Talsperrenweg sind noch Kinder, die an der Aktion - wie sich diese Woche herausstellte - teilnehmen wollen. "Die Kinder waren sehr nett zu uns und hatten auch Lust zu spielen", erzählte Ratsmitglied Florian Luckas. Neben ihm werden sich künftig auch seine Ratskollegen Kemal Türkel und Burhan Yesilöz an dem Angebot beteiligen, sowie Jugendratskandidatin Emek Ceyhan und Nachrückerin Schosanam Schomatova. Dietrich-Wingender lobte das Engagement: "Mit unseren Jugendlichen und den beiden Honorarkräften ist die Kontinuität der Spieleaktion gewährleistet."

Darüber hinaus beschloss der Jugendrat diese Woche zwei von drei Plakaten einer Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz vom Kinder- und Jugendparlament NRW in der Stadt aufzuhängen. Auf dem einem stehen die drei Schlagwörter "Vielfalt, Respekt, Weltoffen" auf dem anderen "Ignorieren ist noch keine Toleranz." Damit fühle sich auch der Remscheider Jugendrat konform. Doch das dritte Plakat "Wer nichts ist und wer nichts kann, zündet Flüchtlingsheime an", lehnte das Gremium einstimmig ab. "Das passt einfach nicht zum Respekt, den wir seit vielen Monaten im Rahmen der Respekt-Kampagne predigen", äußerte Ertugrul Altun (18). "Mit diesem Plakat würden wir uns sprachlich auf das Niveau derer herablassen, die wir eigentlich damit kritisieren wollen. Das hat für mich nichts mit Respekt zu tun." Dem stimmten alle Ratsmitglieder zu.

Quelle: RP
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