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Remscheid
Wenn sich die Jugend engagiert

Jugendrat: Wenn sich die Jugend engagiert
Zählen im März zu den Kandidaten für den achten Jugendrat (v.l.): Julien Picht, Mihajlo Pupinovic, Eric Buchta, Niclas Reinberger, Luna Oberste-Brink-Bockholt, Theodoros Pampoukidis und Beatriz Oliveira Tebes. FOTO: Peter Meuter
Remscheid. Zum Fotoshooting für die Plakate zur Wahl zum achten Remscheider Jugendrat waren alle 30 Kandidaten am Donnerstag ins Jugendzentrum Kraftstation in Honsberg gekommen. Die Wahl findet vom 12. bis 16. März statt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Noch einen knappen Monat, dann ist es soweit: Der achte Jugendrat der Stadt Remscheid wird gewählt. Vom 12. bis 16. März können alle Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 17 Jahren ihre Vertreter für den Remscheider Stadtrat wählen. Insgesamt 30 Jungen und Mädchen haben sich aufstellen lassen. Alle wollen Remscheid für Jugendliche schöner, attraktiver und nicht zuletzt lebenswerter machen. Dafür sind sie am Donnerstagnachmittag ins Jugendzentrum Kraftstation in Honsberg gekommen.

"Wir machen heute die Fotos für das Wahlplakat, mit denen die Jugendlichen dann Werbung für sich und ihre Positionen machen können", sagt Gerd Dietrich-Wingender, Geschäftsführer des Jugendrats und in der Kinder- und Jugendförderung des Jugendamts tätig. Mit Fotograf Andreas Deus ist ein alter Hase im Team, der schon seit der ersten Jugendbeiratswahl dafür zuständig ist, die Kandidaten ins richtige Licht zu setzen.

Es herrscht Aufregung in der Kraftstation, aber eine der positiven Art. Nach und nach trudeln die 30 Kandidaten ein und melden sich bei Dietrich-Wingender und seiner Kollegin Sandra Schwabe. Sie bekommen ein Merkblatt für die Kandidatenveranstaltung in der kommenden Woche. "Dann zeigen wir euch, wie man sich und sein Anliegen besonders gut gegenüber euren Zuhörern präsentiert", sagt Schwabe zu Belinda Tillmanns. Die 14-Jährige ist zusammen mit Mama Sylvain gekommen. "Ich habe ja Drillinge - zwei haben den Jugendrat für sich direkt abgehakt. Aber ich finde es toll, dass Belinda sich engagieren will", sagt Sylvain Tillmanns. Ihre Tochter ist nur ein bisschen aufgeregt wegen des Fotoshootings: "Ich habe so etwas vorher nur privat gemacht", sagt sie lächelnd. Die 14-Jährige möchte sich dafür einsetzen, dass Remscheid kinder- und jugendfreundlicher, kreativer und bunter wird.

Pelin Turgut ist ebenfalls 14 Jahre alt. Für die Schülerin ist das Thema Mobbing ein besonderes Anliegen, dem sie sich auch im Jugendrat widmen möchte: "Ich habe das immer wieder im Internet mitbekommen. Und ich weiß, was das mit den Leuten anstellt. Daher möchte ich mich im Jugendrat gegen Mobbing in aller Form starkmachen", sagt sie.

Ihre Freundin Nilay Akyazi, ebenfalls 14 Jahre alt, ist sehr aufgeregt: "Vor allem, weil mein Foto dann überall zu sehen sein wird. Aber ich mache das trotzdem, weil ich es total wichtig finde, mich zu engagieren", sagt die 14-Jährige. Sie sei ja auch ein sehr aktiver Mensch, im Kioskdienst an der Schule ebenso tätig wie als ausgebildete Sporthelferin: "Meine Themen sind die Förderung von Jugendaktivitäten und des Umweltschutzes in der Stadt." Vor allem Letzteres sei ihr wichtig: "Ich bin der Meinung, dass der Klimawandel schon viel zu weit fortgeschritten ist. Wir müssen jetzt etwas tun, jeder im Kleinen", ist das Mädchen überzeugt.

Francesco Lo Pinto ist mit seinen 16 Jahren etwas älter – und zum zweiten Mal Kandidat für den Jugendrat: "Ich habe beim ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass wir Jugendlichen durchaus gehört werden und eine Stimme in der Stadt haben", sagt der 16-Jährige. Es seien zwar oft kleinere Sachen, die bewegt würden, aber die seien auch wichtig. Vor dem Fotoshooting habe er keine Angst: "Das klappt schon. Es wird eher schwieriger, sich wählen zu lassen - denn die Konkurrenz in meiner Klasse ist groß. Aber ich werde einfach viel Werbung machen", zeigt er sich zuversichtlich.

Am 16. März wissen die Kandidaten mehr: "Denn dann werden wir am Abend die Wahlergebnisse bekanntgeben", sagt Schwabe.

Quelle: RP
 
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