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Remscheid
Jung-Gastronomen mit Ideen zum Erfolg

Remscheid: Jung-Gastronomen mit Ideen zum Erfolg
Christoph Imber organisiert seit seinem 18. Lebensjahr Partys. Die "ErlebBar" ist sein neuestes Projekt. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. "ErlebBar" und "Remscheider Hof" - Remscheider Newcomer setzen sich durch. Von Hagen Thiele

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein Abenteuer. Für ihren Mut und Einsatz wurden 2015 vier Remscheider belohnt. Christoph Imber hat bereits 2012 seine Eventagentur 378meter.de ins Leben gerufen, die Erlebnisse der bergischen Art an einen überregionalen Kundenkreis vermittelt. Zusammen mit Simon Friesebeck hat er vor neun Monaten die "ErlebBar" eröffnet, einen an 378meter.de gekoppelten Gastronomiebetrieb samt Tourismusbüro. Ihren großen Traum von der eigenen Remscheider Biermarke erfüllten sich nach anfänglicher Schwierigkeiten Marc Rüger und Baran Dogan. Nachdem das Duo zuerst die Herstellung des eigenen Bieres einstellen musste, weil es nicht in der Werkzeugstadt gebraut wurde, aber deren Namen trug, investierte die Schlossbräu Mariakirchen GmbH in die Jungunternehmer. Sie leiten nun ihre eigene Brauerei samt Restaurant in MK Hotel am Hauptbahnhof.

"Wir sind nach den ersten Monaten sehr zufrieden", sagt Imber, wenn er Bilanz für das erste Jahr der "ErlebBar" zieht. Es sei normal, dass sich eine neue Adresse auf der gastronomischen Landkarte erst herum sprechen müsse, urteilt der 29-Jährige, der bereits seit seinem 18. Lebensjahr Partys organisiert. Vor allem nach den Sommerferien sei die Zahl der Gäste gestiegen. "Es freut mich, dass wir dabei sind, einen Treffpunkt zu etablieren", sagt er. Von Geschäftsleuten, die sich am Mittag einen Kaffee gönnen, über Schulkinder, die dort Hausaufgaben machen, bis hin zu jungen Remscheidern, die abends ausgehen möchten, besuchen die unterschiedlichsten Gruppen die "ErlebBar".

Marc Rüger (links) und Baran Dogan sind Newcomer in der Remscheider Gastro-Szene. Der neue "Remscheider Hof " läuft gut an. FOTO: Jürgen Moll

Das mag an den vielen Standbeinen des Betriebs liegen, der zunächst auf Remscheider Produkte setzt. Heimischer Kaffee, Remscheider Bräu und "Stauchelhauser Feuerwasser" stehen auf der Karte. Der Remscheid-Fan hat bei der Souvenirauswahl zudem die Qual der Wahl. Sie umfasst so ziemlich alles, was mit der Werkzeugstadt oder dem Bergischen Land zu tun hat. Sei es T-Shirts mit entsprechendem Aufdruck, Kalender oder auch Bücher, die in der Region spielen. Außerdem etablierten sich abendliche Veranstaltungen wie der Bingo-Freitag oder der Löwenslam in der "ErlebBar". "Deswegen haben wir die Öffnungszeiten an den Wochenenden auch ausgeweitet", erklärt Imber. Dass man in Zukunft noch länger geöffnet hat, schließt er nicht aus, es ist jedoch nicht konkret geplant.

Aller Anfang ist schwer. Das merkten auch Marc Rüger und Baran Dogan, die sich aber flexibel zeigten. Zunächst setzten sie im Remscheider Bräu auf Selbstbedienung. Als das Vorhaben nicht aufging, stellten sie auf normalen Service um. Außerdem reagierten sie auf Reklamationen der Besucher und wechselten das erste Küchenteam nach nur drei Wochen komplett aus. "Das war gerade für junge Unternehmer ein großer Schritt", sagt Rüger. Doch es hat sich gelohnt. Inzwischen hat sich die Schankstube in Remscheid einen Namen gemacht. "Wir sind den kompletten Dezember ausgebucht", sagt Rüger erfreut. Zu den Besuchern gehören Firmen für Weihnachtsfeiern, Stammtische, Laufkundschaft und Hotelgäste. Zwischendurch kam man mit dem Brauen kaum hinterher. Vor allem das würzige Remscheider Duuster erfreut sich so großer Beliebtheit, dass es zu einem kurzen Engpass kam. Rüger und Dogan hatten sich zunächst auf das Pils konzentriert, was sie auch in Flaschen abfüllen ließen. Seit Mitte September haben die beiden Jung-Gstronomen bereits über 30 Paletten verkauft, was mehr als 1200 Litern entspricht.

Fürs kommende Jahr planen sie, auch das Duuster in Flaschen abzufüllen. Außerdem soll Anfang Mai der neue Biergarten mit Platz für über 100 Gäste feierlich eröffnen. Dafür lassen Rüger und Dogan eigens ein Starkbier brauen.

Quelle: RP
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