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Remscheid
Junge Bands rocken im Kultshock

Remscheid: Junge Bands rocken im Kultshock
Die Solinger Singer-Songwriterin "Jeyleek" begeisterte das Publikum mit eigenen Liedern. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Das Newcomer Festival hat sich etabliert. In diesem Jahr lagen so viele Bewerbungen vor, dass nicht alle Bands berücksichtigt werden konnten. Von Susanne Katterwe

Ein Abend, vier Musikstile, 19 Bands und 600 verkaufte Karten - das war die Bilanz des Remscheider Newcomer Bandfestivals. Zum vierten Mal brachten die Organisatoren des Rockprojekts Wuppertal in Kooperation mit der Welle gGmbH junge Künstler aus dem Bergischen in den Remscheider Kultshock. Und das mit großem Erfolg: "Wir wollen auch den Jüngsten eine Bühne geben und die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Dieses Jahr haben sich mehr Bands gemeldet als in den vergangenen Jahren, weshalb wir leider nicht alle einladen konnten", erklärt der Geschäftsführer der Welle, Zbigniew Pluszynski. "Die Förderung der Schülerbands ist uns sehr wichtig."

Die Gruppen selber kamen größten Teils aus Wuppertal, Remscheid und Solingen. Unter ihnen einige, deren Namen sich in der Region schon lange einen Bekanntheitsgrad errungen haben. So zum Beispiel "The Cube" aus Wuppertal, die bereits erfolgreich bei zahlreichen regionalen Festivals teilgenommen haben. Oder die Rockband "No Signal", die mit ihrem Auftritt alle zum Toben brachten. Mit dabei waren natürlich auch die Local Heroes "Acoustic Arts" - dieses Mal mit neuer Verstärkung an der Gitarre. Nachdem die Jungs ihre erste CD auf den Markt gebracht haben und erst kürzlich als Vorband von Kasalla gespielt haben, verraten sie nun, dass ihre Gruppe zurzeit im Umbruch sei und sich künftig vieles verändern werde.

Wer an diesem Abend im Vordergrund stehen sollte, waren aber die Newcomer. "Jeyleek" etwa. Die Singer-Songwriterin ist mit ihren 15 Jahren schon sehr beliebt beim Publikum. Sie präsentiert nur eigene Lieder und träumt davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. In ihrer Heimatstadt Solingen hat sich ihr Name schon herum gesprochen.

Viel Applaus gab es besonders für die Remscheider Band "Syvation". Ihr Erfolgsrezept lautete: rockige Rhythmen und eine starke Stimme der Sängerin. Für Überraschung sorgte schließlich "Reign of Oblivion". Ihr Credo, mit dem sie einige Zuschauer verschreckten: "Faster, Harder, Louder" - purer Metal mit viel Geschrei. Was nicht zu erkennen war: Die drei Musiker üben erst seit drei Wochen mit ihrem neuen Sänger zusammen.

Als besonderer Act des Abends sorgte schließlich "TIL" für Stimmung. Die drei Jungs aus Wenden sind ein weiteres Beispiel dafür, wie weit man als Schülerband kommen kann. Sie touren gerade durch Schulen in ganz Deutschland, haben eine feste Fangemeinde, ihre erste große Single und jetzt auch einen Plattenvertrag.

Kalle Waldinger, Organisator des Abends, verlieh am Ende Wild Cards, die fünf der Jungbands die Chance geben, ohne Bewerbung beim Wuppertaler Schülerrockfestival im Januar vor einem noch größeren Publikum aufzutreten. Diese gingen an Bars4Beats, Acoustic Arts, Apex, Syvation und Grenzenlosfrei. Für das Remscheider Newcomer Festival zog Waldinger ein freudiges Fazit: "Unser Remscheider Festival hat sich in den letzten Jahren etabliert. Wir werden es auf jeden Fall fortsetzen."

Quelle: RP
 
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