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Remscheid
Junge Forscher nutzen alte Technik

Remscheid: Junge Forscher nutzen alte Technik
Tobias, Philip (mit einem Mikroskop von 1899) und Johannes (v.l) untersuchten Blattfußkrebse und Moos mit den Gerätschaften früherer Schüler-Generationen. FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Bei den Projekttagen zum 100-jährigen Bestehen des Schulgebäudes blickten RöGy-Schüler in die Vergangenheit. Von Cristina Segovia-Buendía

Schüler des Lenneper Röntgen-Gymnasiums (RöGy) beschäftigten sich, anlässlich des 100-jährigen Bestehens ihrer Schule, diese Woche mit über 20 verschiedenen Themen rund um die Geschichte und Vorzüge ihrer Lehrstätte sowie der Entdeckung ihres Namensgebers. Anschließend wurden ihre Ergebnisse öffentlich präsentiert.

Die gesamte Schule schien in Bewegung zu sein, als jetzt Schülerschaft und Lehrerkollegium Eltern und Interessierte zur Präsentation der Ergebnisse ihrer Projekttage einlud. Überall gab es etwas zu sehen, zu hören, viel zu lesen und an manchen Stellen sogar etwas Leckeres zu probieren.

Schüler der siebten Klasse hatten sich mit der Mikroskopie beschäftigt wie sie jetzt und früher, vor über 100 Jahren, benutzt und eingesetzt wurde. "Es ist wesentlich schwierigerm mit dem alten Gerät umzugehen", sagte Schüler Johannes Bona, der mit seinen Mitschülern Philip Busch und Tobias Schmidt-Brünninghaus über einem älteren Modell von 1890 stand und versuchte, ein scharfes Bild der Blattfußkrebse zu bekommen. "Auch wenn wir noch so lange daran schrauben und zoomen, hier kriegen wir nur eine 120-fache Vergrößerung hin, während die modernen Geräte von heute eine tausendfache Vergrößerung schaffen."

Die Entwicklung der Mikroskoptechnik wurde im Klassenraum deutlich, wo mehrere dieser Geräte standen sowie eine kleine Kamera, die mittels Kabel das Bild sofort an einen Laptop weiterleitete. Die Arbeit in dieser Projektgruppe hatte den dreien naturwissenschaftlich -interessierten Jungs sichtlich viel Spaß gemacht.

Doch nicht nur Naturwissenschaften werden am Röntgen-Gymasium in Lennep besonders gefördert. Die Sprachkurse Spanisch und Französisch machten mit schmackhaften Leckereien auf sich aufmerksam, auch die bergische Küche bekam ihren Platz.

Die musischen Fächer, Musik, Tanz und Theater, präsentierten sich in der Aula mit ihrem Programm, wo Schüler beispielsweise Kostproben an der schuleigenen Orgel - eine echte Seltenheit in der Schullandschaft - gaben.

An anderer Stelle wurde die Geschichte der Schule beleuchtet: Mit alten Zeitzeugnissen, vor allem Bildern aus der Kaiser- und Nazi-Zeit, wurde die Entwicklung der Schule erklärt, die veränderten Schulmaterialien erläutert, aber auch die Funktion des Lehrers, vom strengen Erzieher zum fördernden Partner, analysiert.

Schüler und Eltern waren zudem aufgefordert, Vorschläge zu äußern, was ihnen für die Zukunft am Röntgen-Gymnasium wichtig sei, beispielsweise einerweitertes Technik-Angebot. Dennoch, und das wurde an diesem Abend deutlich, wollen die Schüler ihre alten Traditionen und Werte beibehalten. Auch in Zukunft.

Quelle: RP
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