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Remscheid
Junge Imker sind bienenfleißig

Remscheid: Junge Imker sind bienenfleißig
Jona kratzt Bienenwachs von den Waben, und Imkerin Andrea Heidemeyer steht ihm dabei zur Seite. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. In der Kinderstadt, der "Ferienkiste", gibt es viele Möglichkeiten für Bewohner, an "Geld" zu kommen. Von Anna Mazzalupi

Die Bienen schwirren munter herum. Ein bisschen Angst hat Justin (11) schon, aber es gehört zu seinem Job als Imker, Honig zu produzieren. Und mit dem Schutzhemd kann ihm schließlich nichts passieren. "Das ist der einzige Job, den ich noch nicht gemacht habe", erklärt er. Zusammen mit 232 weiteren Kindern, darunter zehn Flüchtlingskinder sowie zehn Kinder mit Förderbedarf, nimmt Justin an der Kinderstadt, der Ferienkiste (Feki), teil.

Bienen verzögern Flugzeug-Start FOTO: Stephen Repasky

Und wie in einer Stadt üblich, muss jeder Bewohner arbeiten, um Fichtentaler, also Geld, zu verdienen. Ausgegeben werden kann der hart verdiente Lohn dann fürs Kino, in der Cafeteria oder auf dem Marktplatz oder beim Basar. Zwischen zwei und vier Tagen bleibt man in einem Job aus den fast 25 Bereichen. Besonders begehrt sind Arbeitsplätze in der Werbeagentur. Aber auch Küche, Amt, Bank, Kirche, Theater oder der Handwerksbereich müssen besetzt werden.

Die beiden Freundinnen Johanna (10) und Sophie (11) arbeiten im Reisebüro. "Wir haben dieses Mal bessere Reisen dabei", merkt Sophie an, die bereits zum dritten Mal bei FeKi dabei ist. Ausflüge zur Feuerwehr oder zum Flughafen sind heiß begehrt bei den Kids. "Es macht Spaß, und man findet schnell Freunde", beschreibt Johanna, was sie besonders an dem Ferienprogramm schätzt. Die Mädchen fanden allerdings die Sophie-Scholl-Schule als Veranstaltungsort besser. Wegen eines Wasserschadens in der Aula musste die FeKi in die Albert-Einstein-Gesamtschule (AES) umziehen. "Das hat aber gut geklappt", sagt Uwe Grund, Diakon der Johannes-Kirchengemeinde, die Teil der Initiatorengruppe rund um die Stadt Remscheid ist.

Bienenschwarm lässt Baseballer verzweifeln FOTO: Screenshot

An der AES sind die Wege etwas weitläufiger für die kleinen Bewohner sowie die 70, zum größten Teil ehrenamtlichen Helfer. "An der Sophie-Scholl-Schule hat es sich mehr wie eine Stadt angefühlt", sagt Patrick Dendtler (19), der im Rahmen seines Praktikums bei der Gelben Villa den Online-Blog, der die FeKi-Zeitung abgelöst hat, betreut. Als Kind war er selbst FeKi-Bewohner, er schätzt nun in der Rolle des Betreuers die pädagogische Arbeit.

Die Imkerei ist zum ersten Mal im Angebot. Andrea Heidemeyer betreibt sie als Hobby. "Ich will den Kindern die Angst vor den Bienen nehmen und ihnen die Zusammenhänge verständlich machen", erklärt sie, während der Honig nach der Entdeckelung in der Küche geschleudert wird. "Mich hat es interessiert, dass wir den Honig selber machen und sehen, wie die Biene arbeiten", erzählt Tobias (9). Der Duft des Honigs verbreitet sich im Raum. Noch bis Freitag können die FeKi-Bewohner süßen Sirup herstellen.

Quelle: RP
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