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Remscheid
Junge Kunst sorgt für viele Denkanstöße

Remscheid. Bis Ende der Woche ist noch die 69. Bergische Kunstausstellung in Solingen zu sehen. Von Michael Tesch

Insgesamt zieht Gisela Elbracht-Iglhaut, stellvertretende Leiterin des Solinger Kunstmuseums, kurz vor Toresschluss der Bergischen ein sehr positives Resümee der diesjährigen Ausstellung: "Insgesamt war die 69. Bergische eine sehr intellektuelle Ausstellung. Was aber unter den Besuchern zu fruchtbaren Diskussionen führte - auch bei den Führungen durch die Ausstellung." Die in diesem Jahr gezeigten künstlerischen Positionen hätten viele Denkansätze geliefert. "Und die wurden von den Besuchern weitergeführt. Auch in den Gesprächen mit den Künstlern selber, die ja regelmäßig die Führungen begleitet haben."

Diese Möglichkeit zum Gespräch mit Künstlern der Ausstellung ist schon so etwas wie ein Markenzeichen der Bergischen geworden. "Hier können die Besucher aus erster Hand erfahren, wie ein Werk entstanden ist und welche Idee dahinter steckt."

Positiv sieht Elbracht-Iglhaut auch die Tatsache, dass die diesjährige Bergische Kunstausstellung trotz ihrer durchweg anspruchsvollen Positionen wie in den Vorjahren weit über 1000 Besucher hatte - bei vier Wochen kürzerer Laufzeit. "Das zeigt uns, dass eine Ausstellung intellektuell sein kann und trotzdem ein breites Publikum findet." Die Besucherzahlen zeigen aber auch, dass die Verlegung der Bergischen aus den Sommermonaten hinein in den Herbst vom Publikum angenommen wurde. "Die Verlegung hat sich ausgezahlt, denn im Vergleich mit den Vorjahren haben diesmal weit mehr Schulen das Angebot von Führungen genutzt", erzählt Elbracht-Iglhaut. Wie in den vergangenen Jahren hatte auch diesmal wieder die Solinger Stadt-Sparkasse den Besuch von Schülern unterstützt. "Der Eintritt für Schüler betrug dadurch nur einen Euro."

Im kommenden Jahr wird es vor der 70. Auflage der Bergischen im Herbst, im Frühjahr eine weitere Ausstellung zur Junger Kunst im Museum geben. "Für die Monate März und April 2016 laufen die Planungen für eine Doppelausstellung der beiden Malerinnen Ulrike Arnold und Kirsten Lampert. Beide setzen sich dem Thema Reisen auseinander", erzählt Elbracht-Iglhaut. Kirsten Lampert war 2003 Trägerin des Bergischen Kunstpreises

Quelle: RP
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