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Remscheid
Junge Tanztalente ausgewählt für "Infinity"

Remscheid: Junge Tanztalente ausgewählt für "Infinity"
Tänzerische Begabung, schauspielerisches Talent und vor allem Leidenschaft waren beim Casting gefragt. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die orientalische Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Konzentriert schauen die Mädchen im Ballettsaal des Teo Otto Theaters darauf, was Michèle Bialon macht und versuchen direkt, die Schritte mit zu tanzen. Schnelle Abfolgen verlangen ihnen einiges ab. Ein Triplett, ein "DJ Bobo-Turn" - die Choreographin erklärt die Bewegungen noch einmal im Detail. Dann zählt es: Die kritischen Augen der Jury verfolgen jeden Schritt ganz genau. Von der Aufregung dürfen sich die 13 Tänzerinnen nichts anmerken lassen: das Beste geben und den richtigen Ausdruck nicht vergessen. Von Anna Mazzalupi

Eineinhalb Stunden ging es am Samstag nahtlos von einer in die andere Übung über. Tänzerische Begabung, schauspielerisches Talent und vor allem Leidenschaft waren bei dem Casting zum neuen Stück "Infinity" gefragt. Gesucht wurden acht junge Tänzerinnen ab 16 Jahren, die ein Jahr lang an dem Stück, das von der Welt der Planeten, der Milchstraße und den Sternen erzählt, arbeiten wollen. Es ist bereits das fünfte Projekt zur Förderung junger Tanztalente, das das Theater anbietet und das einen ganzen Ballettabend füllen soll.

"Ich habe bisher nur zugesehen und war immer ein bisschen neidisch, weil es schon richtig profimäßig ist", sagt Lisa Schlißke (19). Sie ist eine der Anwärterinnen, die zur Originalmusik des Stücks bei Drehungen und Sprüngen ihr Können präsentierte. Heute müsse alles auf den Punkt sitzen. Deshalb sei auch die Aufregung dabei.

"Es macht viel Spaß und die Gruppe wächst zusammen", erzählt Franzi Meyer (20), die schon bei einem der Projekte dabei war. Auch sie war nervös. "Der Ausdruck ist immer wieder schwer umzusetzen, so wie Michèle ihn haben möchte".

Michèle Bialon, die unter anderem mit Aufführungen ihrer eigenen Tanzschule "Studio B." auf der Bühne des Stadttheaters Erfolge feierte, hat die künstlerische Leitung für Infinity. Immer wieder ruft sie den Teilnehmerinnen in Erinnerung: "Ihr seid hier, um Spaß zu haben".

Zwar war das Casting für alle offen, letztlich kamen aber doch ausschließlich Tänzerinnen aus dem Studio B.

Für die Auswahl der Jury spielte das keine Rolle. Verena Milenkoviæ, Diplom-Ballettpädagogin, beäugte das Tänzerische. "Es sind schon ein paar Gute dabei, im Detail waren sie aber nicht aufmerksam genug", resümiert sie. Fotograf Jürgen Seifert legte den Fokus auf die Präsenz und war von einigen richtig positiv angetan.

Letztlich waren für Seifert, Milenkoviæ und Constanze Mandt, die für das Theater kritisch auf die Talente schaute, die Mischung von tänzerischem Ausdruck und Teamplayer-Fähigkeit ausschlaggebend. Franzi Meyer und Lisa Schlißke überzeugten übrigens und gehörten zu den glücklichen Ausgewählten.

Quelle: RP
 
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