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Remscheid
Kandidaten für Presbyterwahl gesucht

Remscheid. Bis zum 24. September müssen alle Interessenten gemeldet sein. "Aufkreuzen" lautet das Motto. Von Bernd Geisler

Am Sonntag, 14. Februar 2016, ist Wahltag für alle Gemeindemitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland. Und damit auch für den Evangelischen Kirchenkreis Lennep. Gewählt werden sollen an diesem Tage die Presbyter der Gemeinden. Dafür rüstet sich die Kirche jetzt schon - die Kandidaten müssen bis zum Donnerstag, 24. September, aufgestellt sein. Das Motto lautet "Aufkreuzen" - darin stecken die Wörter Kreuz, aufkreuzen und ankreuzen. Die Kandidaten und ihre Anzahl bestimmt jede Gemeinde für sich. Gewählt wird alle vier Jahre.

"Leider haben vergangene Wahlen gezeigt, dass nicht immer alle Presbyterplätze besetzt werden konnten", sagte Ingo Klein, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Lennep. Warum das so ist, erklärte Superintendent Pfarrer Hartmut Demski: "Die Resonanz auf die Interessen der Kirche schwindet allgemein." In diesem Zuge sei auch die zurückgehende Bereitschaft der Gemeindemitglieder zu sehen, sich in einem Presbyteramt zu engagieren. Aber das sei wichtig: In der Evangelischen Kirche herrsche echte Basisdemokratie, das Presbyterium sei immerhin die Gemeindeleitung. Klein informierte: Presbyter könnrn Frau oder Mann ab 18 Jahren werden. Das Presbyterium entscheidet im Rahmen der Kirchenordnung über alle verwaltungstechnischen, finanziellen, rechtlichen und religiösen Angelegenheiten. Wahlberechtigt sind die jeweiligen Mitglieder einer Kirchengemeinde, die am Wahltag konfirmiert oder mindestens 16 Jahre alt sind. Die ehrenamtliche Tätigkeit eines Presbyters ist nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für ihn persönlich von Nutzen.

Gerade junge Menschen könnten viel lernen. Die Mitarbeit in Gremien, Leitung von Projekten, Übernahme von Verantwortung, das Gestalten des kirchlichen Alltages, partnerschaftliches Zusammenwirken, der Aufbau von Kontakten und Netzwerken seien auch für die weitere Entwicklung eines Menschen von hohem Nutzen. Alle Kirchenmitglieder sind aufgerufen, sich an der Presbyteriumswahl zu beteiligen. Dadurch nehmen auch sie über "ihre" Kandidaten Einfluss, das Gemeindeleben in ihrem Sinne zu gestalten. Die Gemeinden werden also aufhorchen: Bis zum Ende der Vorschlagsfrist für die Kandidaten der Presbyteriumswahl wird in den Gottesdiensten oder sonstigen kirchlichen Bekanntmachungen darauf hingewiesen, Kandidaten zu benennen. Jedes Gemeindemitglied kann Kandidaten vorschlagen, darunter auch sich selbst. Aufgerufen sind im Evangelischen Kirchenkreis Lennep 18 Gemeinden mit knapp 70 000 Mitgliedern. Den Bedarf schätzt Demski auf 150 bis 200 Presbyter.

Quelle: RP
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