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Remscheid
Kein Geld da: wenig Chancen für neue Lichtmasten in der Stadt

Remscheid: Kein Geld da: wenig Chancen für neue Lichtmasten in der Stadt
Für Beleuchtung, wie hier auf der Nordbahntrasse, gibt es keinen finanziellen Spielraum mehr. FOTO: Archiv
Remscheid. Wünschenswert und sinnvoll? Auf jeden Fall. Finanzierbar? Aktuell nicht, vielleicht mal irgendwann in ferner Zukunft. So könnte die Kurzversion der Diskussion aussehen, die am Dienstagabend in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid stattfand.

Es geht um den Wunsch der Politik, den Verbindungsweg zwischen Fürberg und Unterer Hölterfelderstraße mit einer Straßenbeleuchtung zu versehen. Diese Wegeverbindung werde von Fußgängern intensiver genutzt, seit am Hastener Bahnhof das Einkaufszentrum entstanden ist, begründete Alexa Bell (CDU).

Udo Wilde von der Stadt nannte das Ansinnen berechtigt. "Ich habe schon unsinnigere Projekte gemacht", berichtete er der Politik in seiner typisch humorvollen Art. Wenn es dunkel sei, werde das Passieren dieses Weges für Fußgänger in der Tat problematisch. Weil an einer Straßenseite eine Leitplanke sei, könnten sie dort Autos nicht ausweichen. Auf der anderen Straßenseite müsse sich der Passant in die Büsche drücken. Gleichwohl musste Wilde die Politik enttäuschen. Die rund 58 000 Euro, die nach einem Ortstermin mit den Stadtwerken als Kosten für eine Beleuchtung veranschlagt wurden, habe die Stadt nicht. Gerade mal 10.000 Euro für Notfälle seien im Topf.

Als Kompromiss drängte die CDU darauf, das Projekt zumindest auf eine Warteliste zu schreiben für den Tag, an dem wieder Geld in der Kasse sei. Dies sei die Liste "Wünsche für ferne Zeiten", betitelte sie ironisch Rosemarie Stippekohl (CDU).

TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl, dessen Betriebe für das Licht in der Stadt neuerdings zuständig ist, trübte den Politikern aber auch diesen leise Hoffnungsschimmer. Eigentlich prüfe die Stadt gerade, auf welche schon bestehende Lichtmasten verzichtet werden kann, um Geld zu sparen. Für neue Lichtpunkte sieht er keinen finanziellen Spielraum. Es sei denn, die Politik streiche als Ersatz andere, bereits geplante Lampenstandpunkte.

(hr)
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