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Remscheid
Kein Kreisel am "Hockeyschläger"

Remscheid: Kein Kreisel am "Hockeyschläger"
Bei der Aufsicht auf den Siegerentwurf für den neuen Ebert-Platz leuchtet der Spitzname "Hockey-Schläger" (für die geschwungene Überdachung im Vordergrund) ein. Der passende "Ball" dazu wäre dann das geplante neue Gebäude der Stadtwerke. FOTO: Stadt Remscheid
Remscheid. Der von der SPD ins Spiel gebrachte Kreisverkehr am Rand des Ebertplatzes wäre teuer und ist verkehrstechnisch nicht erforderlich, sagt die Stadtverwaltung. Detailplanung des Platzes findet in den nächsten Monaten statt. Von Henning Röser

Remscheid und die Kreisverkehre - eine unendliche Geschichte. Regelmäßig werden sie von der Politik vorgeschlagen, wenn der Umbau von großen Kreuzungen ansteht. Nur selten lassen sie sich verwirklichen. In dieses Kapitel der Stadtentwicklung wird sich wohl auch die Umgestaltung des Ebert-Platzes einreihen. Der Vorschlag der SPD, den Verkehr im Kreuzungsbereich Elberfelder Straße / Wansbeckstraße / Ludwigstraße im Zuge der Umgestaltung des Busbahnhofes künftig mit einem Kreisverkehr abzuwickeln, werde sich nicht umsetzen lassen, sagte Remscheids neuer Baudezernent Peter Heinze am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses.

Gegen die Idee sprechen aus Sicht der Verwaltung die hohen Kosten sowie die Einschätzung, dass Kreisverkehre nur dort Sinn machen, wo gleich intensive Verkehrsströme aufeinandertreffen. Die Stadt stützt sich dabei auf das Verkehrs-Gutachten, das im Vorfeld des Wettbewerbes erstellt wurde, sagte Heinze unserer Redaktion.

Die SPD will mit dem Kreisel unter anderem die die an dieser Stelle regelmäßig stattfindenden 180-Grad-Wendemanöver vereinfachen, vor allem aber Tempo aus dem Verkehr herausnehmen. Denn kurz bevor oder nachdem (je nach Fahrtrichtung) die Autofahrer die Kreuzung passieren, erreichen sie künftig den neuen Überweg vom Ebert-Platz zum Ämterhaus. Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs sieht vor, den Fußgänger-Tunnel durch eine überirdische Ampel-Querung zu ersetzen. Diesen Überweg will die SPD sicherer machen.

Für den zweiten Hauptlaufweg über die Elberfelder Straße, den Weg zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, hat die SPD den Bau einer Fußgängerbrücke vorgeschlagen. Auch hier spreche das Kostenelement gegen die Idee, sagte Heinze. Die Brücke brauche, um behindertengerecht zu sein, zudem Rampen. Ein solches Konstrukt werden auch die Sichtachsen zustellen.

Heinze betonte, dass es im jetzt anstehenden Prozess um die Detailplanung des Platzes geht, aber nicht mehr um gravierende Änderungen in der Grundstruktur des Wettbewerb-Entwurfes. Als Beispiele nannte er die Gestaltung der Wartehäuschen am Busbahnhof oder die Pflasterung des neuen öffentlichen Platzes. In den nächsten Monaten sollen die zahlreichen Eingaben aus Politik und Bürgerschaft eingearbeitet werden.

Dass die SPD in ihrer Anfrage der großen Überdachung den Spitznamen "Hockeyschläger" verpasst hat, gefällt dem neuen Baudezernenten. "Das zeigt, dass man sich mit dem Entwurf identifiziert."

Quelle: RP
 
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