| 00.00 Uhr

Remscheid
Kinder begeben sich auf die Spuren von Robin Hood

Remscheid. Auf den Spuren von Robin Hood und Co. haben sich diese Woche 20 Kinder und Jugendliche begeben: Im Rahmen ihres jährlichen Ferienprogramms führte die Bogenabteilung der Lenneper Turngemeinde (LTG) auf ihrem Trainingsgelände Hof Sondern, die Kids in eine der ältesten Sportarten der Welt ein. Abschließender Höhepunkt der erlebnisreichen Woche wird ein Miniturnier sein. Spätestens seit der Verfilmung literarischer Werke wie "Herr der Ringe" oder die "Tribute von Panem", ist der Bogenschießsport wieder voll im Trend: Junge Mädchen wollen so sein wie die toughe Katniss Everdeen, Jungs eifern dem Elfen Legolas nach. Von Cristina Segovia-Buendía

Das macht sich seit vielen Jahren auch beim Ferienprogramm der Bogenabteilung des LTG bemerkbar: Jedes Jahr ausgebucht. Auch in diesem Sommer haben sich wieder 20 Teilnehmer gefunden, um von fünf Trainern in die Kunst des Bogenschießens eingeführt zu werden.

Auf dem Außengelände des Hof Sondern trainieren die Bogenschützen der LTG normalerweise zwischen April und September. Diese Woche aber wurde das Feld von interessierten Nachwuchsschützen übernommen: Bewaffnet mit einem Recurvebogen, einem typischen Anfängerbogen, und einem Köcher voller Pfeile, stellten sich die Jungs und Mädels bereit.

Zuvor aber mussten sie sich aufwärmen. Denn das, was so einfach aussieht - Bogen aufrichten, Sehne anspannen, zielen, loslassen und treffen - sorgt bei Anfängern für Muskelkater, weiß Trainer Horst Schnaudt: "Bogenschießen ist ein Kraft- und Präzisionssport", für den man viel Konzentration und Ruhe braucht. "Am ersten Tag haben wir die Kinder in den Bogensport eingeführt", berichtete Schnaudt. Dazu gehörte auch bei jedem das dominante Auge festzustellen, denn das bestimmt, ob ein Schütze mit links oder mit rechts schießt. Danach wurde die passende Ausrüstung verteilt.

Am zweiten Tag durfte, nach dem Aufwärmen, schon auf die Zielscheiben geschossen werden, unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen natürlich. "Handys sind auf dem Platz verboten, die Kinder müssen konzentriert und aufmerksam sein, damit keine Unfälle passieren", erklärte Schnaudt. "Aber das klappt sehr gut." An Pfeil und Bogen hatten die Kinder schließlich besonders viel Spaß: "Das Zielen ist ein bisschen schwer, aber ansonsten gefällt es mir ganz gut", sagte Stella (11). Der zehnjährige Lars dagegen war schon geübter: "Mit dem Zielen habe ich kein Problem, nur das Treffen klappt nicht immer. Manchmal ist es auch schwer so ruhig zu bleiben, dass der Pfeil nicht aus der Halterung rutscht." Er könnte sich aber vorstellen, den Bogenschießsport regelmäßiger auszuüben.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Kinder begeben sich auf die Spuren von Robin Hood


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.