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Remscheid
Kinostart am Bahnhof im Herbst 2017

Remscheid: Kinostart am Bahnhof im Herbst 2017
Hier soll das Kino entstehen. Der Bahnhofsgarten war sowieso nur als Übergangslösung geplant. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Investor plant Multiplex mit 1300 Sitzplätzen auf der Fläche des Bahnhofgartens. Betreiber ist die Firma Cinestar. Von Henning Röser

Fünf Jahre nachdem in Remscheid mit dem Metropol auf der Alleestraße das letzte Kino seine Türen schloss, sollen Filmfreunde wieder in Remscheid auf ihre Kosten kommen. Im Herbst 2017 soll der Bau eines Multiplex-Kinos mit "1300 Sitzplätzen in fünf bis sechs Sälen" fertiggestellt sein, sagte Stadtplaner Robin Denstorff gestern im Rathaus bei einem Pressegespräch.

Investor ist die Unternehmensgruppe Kropp mit Sitz in Fulda. Die hat mit dem Kino-Betreiber Cinestar schon einige Projekte realisiert und ist sich sicher, dass das Grundstück des Bahnhofsgartens am Hauptbahnhof für diesen Zweck prädestiniert ist. In einer Pressemitteilung betonten die Investoren die gute Anbindung des Standortes mit Bus und Bahn und die Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.

Von einem Kino mit Gleisanschluss sprach gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der seinen neuen Stadtplaner und dessen Team ausdrücklich lobte. Mit Hochdruck hätten sie zuletzt an dem Thema gearbeitet. Ein Dank ging aber auch den Oberbürgermeister-Kandidaten der CDU, Jochen Siegfried. Der hatte das Thema Kino am Bahnhof als erster auf seine Agenda gesetzt und auch Gespräche mit Kinobetreibern geführt.

Nun ist zunächst die Politik am Zug. Sie muss den Plänen und vor allem dem Verkauf des Grundstücks am Ende des Nordstegs zustimmen. Denstorff ließ durchblicken, dass die Stadt zwar noch einen Gewinn mit dem Verkauf machen wird, dass aber das Ziel, endlich wieder ein Kino in Remscheid zu haben und zugleich die städtebauliche Lücke am Bahnhof zu schließen, die stärkeren Triebfedern des Projektes sind.

Damit sich das Kinogebäude ins "Ensemble" am Tor zur Stadt einpasst, soll es in drei Geschossen so errichtet werden, dass es die Höhe des gegenüberliegenden Gebäudes (mit Hauptmieter Intersport Croll) aufnimmt und auch in Farbe und Gestaltung mit ihm harmoniert.

Im Frühjahr 2016 sollen die Bauarbeiten losgehen. Nach 16 Monaten Bauzeit soll das Multiplexkino mit moderner Kinotechnik stehen. Mast-Weisz freut sich, dass mit Cinestar ein Betreiber mit Erfahrung gefunden wurde. Das sichere auch eine "Nachhaltigkeit" des Projektes, wenn es mal ein schwächeres Kinojahr mit weniger Besuchern geben sollte. Denn auf die Qualität der Filme habe auch der Betreiber keinen Einfluss.

Zur Zeit müssen Kinofreunde nach Wuppertal oder Solingen ausweichen, wenn sie ihren Wunschfilm auf der großen Leinwand sehen wollen. Mast-Weisz berichtete, dass viele Bürger ihn in den vergangenen Tagen gesagt haben, wie froh sie sind, dass dieser Zustand bald ein Ende hat.

Quelle: RP
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