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Remscheid
Kirchenglocken läuten wieder in Tschechien

Remscheid. Die 1200 Kilogramm schwere Glocke, die einst zum Gottesdienst in der Kirche St. Josef läutete, ist in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie waren einst Kriegsbeute: Vor 73 Jahren hatten nationalsozialistische Besatzer diese und eine weitere Glocke aus Bohumin im heutigen Tschechien nach Deutschland gebracht. Die fast 400 Jahre alten Glocken sollten während des Krieges für die Waffenproduktion eingeschmolzen werden. Nach dem Krieg wurden sie auf einem "Glockenfriedhof" in Hamburg deponiert und später an Kirchengemeinden in Wuppertal und Remscheid ausgeliehen.

Federführend an der Rückführung war die Botschaft Deutschlands in Prag beteiligt. Botschafter Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven nannte die Rückkehr der Glocken "ein positives Symbol für die Rückkehr des Vertrauens und für die Freundschaft zwischen beiden Ländern".

(pd)
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