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Remscheid
Kirchturm-Beleuchtung ist der Star beim Lichterfest in Lennep

Remscheid: Kirchturm-Beleuchtung ist der Star beim Lichterfest in Lennep
Manfred Gofterje (Gutachter), Thomas Schmittkamp (Lennep offensiv) , Markus Kötter (Bürgermeister), Alfonso Crespo (Sparkasse) und Gordon Schröder (Handwerker) (v.l.n.r.) schalteten die erneuerte Beleuchtung ein. FOTO: Hertgen
Remscheid. Sanierte Beleuchtung strahlte am Wochenende erstmals. Beim Fest gab es viel Lob für die Aktion von Lennep offensiv. Viele Menschen kamen in die Altstadt.

Punkt 19 Uhr am Freitagabend erstrahlte er begleitet von vielen "Ahs" und "Ohs" wieder in ganzer Pracht: Der Lenneper Kirchturm leuchtete über den Dächern der Stadt und ist ohne "Ausfallerscheinungen" wieder aus allen vier Himmelsrichtungen zu bewundern.

Die erfolgreich umgesetzte Instandsetzung und Generalüberholung der Weihnachtsbeleuchtung am Turm der evangelischen Stadtkirche feierte "Lennep offensiv" mit einem Lichterfest, das in puncto Resonanz einen Vorgeschmack auf den nahenden Weihnachtstreff bot. Dicht gedrängt standen die Menschen vor der Altstadtbühne, wo die Lenneper Vereinswelt zahlreiche Stände aufbot, um die Besucher rundum gut zu bewirten. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Lennep gab es Feuerzangenbowle, die Handballspielgemeinschaft Remscheid grillte wie am Fließband und Lennep offensiv freute sich über die kühlen Temperaturen, floss doch da der Glühwein in Strömen.

Viel Lob bekam der emsige Vereinsvorstand mit Thomas Schmittkamp an der Spitze, der an der zum Wahrzeichen avancierten Weihnachtsbeleuchtung trotz widriger Umstände festhielt und schließlich unter Hinzuziehung eines Gutachters die aufwändige Reparatur bei einer Fachfirma in Auftrag gab.

Für die neue Optik des illuminierten Turms gab es einhelliges Lob, hängen doch die Lichterketten dicht an dicht und ausgesprochen akkurat. Auch die Konturen der Rundbögen sind exakt mit Lichtschläuchen nachgezeichnet. Thomas Schmittkamp dankte den Vereinen, die die Verkaufserlöse an ihren Ständen in den Spendentopf für die Beleuchtung fließen lassen. "Das zeigt, dass in diesem Stadtteil etwas los ist und dass der Gemeinsinn lebt."

Solidarität mit der von Lennep offensiv initiierten und organisierten Aktion gab es indes von etlichen Geschäften nicht. Während Straßenmusiker und Feuerschlucker das bis 22 Uhr anberaumte Late-Night-Shopping begleiteten, blieben zahlreiche Läden geschlossen. Ein Passant ging mit Schwung auf die Tür eines Geschäfts an der Wetterauer Straße zu, um sich dann ratlos an seine Begleiter zu wenden: "Zu? Das gibt`s ja gar nicht." Die Läden, die selbst mit Windlichtern, Kerzen und Blumen für eine heimelige Atmosphäre vor und in ihren Räumen gesorgt hatten, freuten sich über den Zuspruch, der bis in den späten Abend anhielt. "Lennep ist sowieso schön. Was dann aber noch so ein paar Kerzen ausmachen", lobten Eveline und Norbert Thamm und ergänzten: "Von uns auch könnte jedes Wochenende so etwas los sein."

Elisabeth Pfordt, Einzelhändlerin und Vorstandsmitglied von Lennep offensiv, bedauert, dass die Beteiligung des Handels nicht größer war. "Es ist schade, dass nicht mehr mitmachen, vor allem, weil wochenlange Vorbereitung in dem Programm steckt. Wir werden aber weiterhin versuchen, andere zum Mittun zu motivieren." Motivlichter mit dem Bild des Stadtkirchen-Turms können in Lenneper Geschäften für 5 Euro pro Stück erworben werden. Der Reinerlös hilft, laufende Kosten für die Kirchturmbeleuchtung zu finanzieren.

(bona)
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