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Remscheid
Klaus Mathies landet in der Bücherwelt

Remscheid: Klaus Mathies landet in der Bücherwelt
Wollen weiter Schwung in die Stadtteilbücherei Lennep bringen: Anke Lindermann, Cornelia Köster, der neue Vorsitzende Klaus Mathies und Brigitte Wehrstedt. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Der neue Vorsitzende der Büchereifreunde Lennep ist für zwei Jahre im Amt. Ehrenamtler sichern den Betrieb. Von Stefanie Bona

Weder die Remscheider Zentralbibliothek noch die Stadtteilbüchereien Lennep und Lüttringhausen stellen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Kulturdezernent Christian Henkelmann in Frage. Dies betonten beide gestern beim Neujahrsempfang der Lenneper Büchereifreunde, die mit Klaus Mathies einen neuen Vorsitzenden haben.

Seit der von Lennep offensiv angeschobenen Vereinsgründung im Oktober 2010 hatte Petra Reichenbach dieses Amt bekleidet, wollte jetzt aber nicht noch einmal zur Wahl antreten. Aufgrund der Wichtigkeit der Institution habe er sich in die Pflicht nehmen lassen, sagte Mathies. Sein Amt will er zunächst bis Ende nächsten Jahres ausüben, dann werde der komplette Vorstand neu gewählt. Ohne die Büchereifreunde in Lennep könnte die unter Sparzwängen stehende Kommune den Erhalt der Einrichtung genauso wenig sichern, wie die Fortführung der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen, wo die "Lütteraten" mit Spendenmitteln und ehrenamtlicher Arbeit helfen, Kosten zu sparen.

Ohne Ehrenamt keine Stadtteilbüchereien - diesen Zusammenhang stellten die Vertreter der Stadtverwaltung unisono heraus. Die Modelle zur Mitarbeit sind unterschiedlich. In Lennep gibt es neben Bibliothekarin Corinna Holthausen eine weitere hauptamtliche Kraft und drei Büchereihelfer als geringfügig Beschäftigte. Daneben helfen rund zehn Ehrenamtler bei der Ausleihe, beim Einsortieren von rund 25.000 Büchern und anderen Medien in den Bestand oder bei der Verwaltung von 700 Nutzerausweisen. Ohne diese Mitarbeit sei der Betrieb nicht mehr aufrecht zu erhalten, bekannte Corinna Holthaus und nannte als Beispiel eine längere Krankheitsphase ihrer Kollegin, die die Ehrenamtler entscheidend überbrückt hatten. "Hätten sie nicht mit angepackt, wäre ich während dieser Zeit ganz alleine hier gewesen", sagte die Bibliothekarin. Von großer Bedeutung sei weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit der Lenneper Büchereifreunde als Förderverein der Einrichtung. "Wenn zum Beispiel durch ehrenamtliches Engagement an einem verkaufsoffenen Sonntag die Bücherei geöffnet werden kann, trägt das dazu bei, das Bewusstsein für ihre Existenz zu schärfen", sagte Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, zu dem die Zentralbücherei und ihre Außenstellen gehören. Zudem seien Bibliotheken Orte der Begegnung und der Kommunikation, was nicht zuletzt einen integrativen Charakter habe.

Die Lenneper Büchereihelfer haben derzeit 170 Mitglieder und es sollen noch mehr werden. "Wir brauchen Geld und Mitstreiter, um diese Bücherei zu unterstützen", betonte Vereinsvorsitzender Mathies. Bezirksbürgermeister Markus Kötter räumte ein, dass "es wie überall auch in Lennep nur noch durch das Ehrenamt klappt." Die Lenneper Stadtteilbibliothek als "Hotspot" für Bildung gäbe es ohne den Einsatz der freiwilligen Helfer nicht mehr.

Quelle: RP
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