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Remscheid
Kötter: "DOC wird neue Impulse bringen"

Remscheid. Die Veränderungen in Lennep verlangten von den Bürgern für eine gewisse Zeit Einschränkungen. Von Stefanie Bona

Trotz Glatteiswarnung kamen die Besucher zahlreich zum Bürgerempfang der Bezirksvertretung Lennep. Markus Kötter schlug in seiner Ansprache einen Bogen von den globalpolitischen Herausforderungen bis zu den "zukunftsweisenden Entscheidungen", mit denen in Lennep und ganz Remscheid die Hoffnung auf positive Entwicklungen verknüpft werden. "Vom DOC wird ein großer Motivationsschub ausgehen", gab sich Kötter optimistisch, dass das geplante Outlet-Center neue Impulse bringen wird. Er wünsche sich, dass "die ambitionierte Zeitschiene" eingehalten werde und das Einkaufsdorf zum Weihnachtsgeschäft 2017 eröffnen könne. Der Dialog zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts sei wichtig, man müsse allerdings mit Respekt miteinander diskutieren.

Während Kötter für seine lange und ausführliche Rede viel Applaus erhielt, zeigten sich die Vertreter der DOC-kritischen Bürgerinitiative Lennep enttäuscht. Man habe nicht nur Kritik an den DOC-Plänen geäußert, sondern sich konstruktiv mit Vorschlägen eingebracht, sagte etwa Peter Lange. Diese Ideen seien kaum wahr-, geschweige denn ernst genommen worden. Unisono bezweifeln die Vertreter der Initiative, dass sich die Politiker in den verschiedenen Gremien mit den umfangreichen Verwaltungsvorlagen zum DOC-Bau auch nur annähernd ausreichend auseinandergesetzt haben.

Markus Kötter versicherte, dass bei der Aushandlung des städtebaulichen Vertrages zwischen Stadt und Investor auf Augenhöhe verhandelt werden solle, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dies werde "auch durch Hinzuziehung von externer Kompetenz" geschehen. Als weitere Zukunftschancen wertete er die Entstehung des neuen Wohngebietes auf dem Gelände des früheren Lenneper Krankenhauses und die Belebung des alten Hertie-Baus durch neuen Einzelhandel. Die Arbeit der Bezirksvertretung werde unter anderem von der Bekämpfung der Leerstände, neuen Konzepten für das Bahnhofsareal in Lennep und den Umbau der Kölner Straße von der Trecknase bis zur Wupperstraße geprägt sein. Kötter verhehlte nicht, dass die anstehenden Veränderungen den Bürgern einiges abverlangen werden. "Zukunft gestalten heißt, für einen überschaubaren Zeitraum Einschränkungen hinnehmen, auch wenn es schwer fällt und den einen oder anderen verärgert."

Großen Dank richtete er an die Lenneper Vereinswelt für ihren tatkräftigen Einsatz für die Röntgenstadt, an die Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und auch an den Verein BAF für die Bewältigung der Flüchtlingsarbeit.

Quelle: RP
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