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Remscheid
Komm, wir bauen uns eine neue Kita

Remscheid: Komm, wir bauen uns eine neue Kita
Schaut mal, da kommt unsere neue Kita - Kinder der Kita Eberhardtstraße ließen es sich gestern nicht nehmen, dabei zu sein, als auf der Rollschuhbahn am Stadtpark die Container für ihre neue Bleibe aufgestellt wurden. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Auf der Rollschuhbahn am Stadtpark wurden gestern die ersten Container für einen Ersatzkindergarten angeliefert. Von Henning Röser

Dass sie dabei zuschauen konnten, wie ihr Kindergarten gebaut wird, können sicher nur die allerwenigsten Kinder behaupten. Die Mädchen und Jungs der im Dezember geschlossenen Kita Eberhardstraße hatten gestern dafür sogar Logenplätze. Vom leicht erhöht liegenden Schulhof der Grundschule am Stadtpark verfolgten sie am Morgen live mit, wie auf dem Gelände der Rollschuhbahn nach und nach die Container einschwebten, aus denen ihre Übergangs-Kita zusammengesetzt wird. Das machte den Kleinen sichtbaren Spaß. Mit einem breiten Grinsen schauten sie dem Treiben auf der Baustelle zu, wiesen mit dem Finger auf die Stelle, wo bald ihre Gruppe untergebracht sein wird.

14 der insgesamt 30 Module wurden gestern geliefert. Zunächst wurden sie auf dem Schützenplatz von einem Sattelschlepper abgeladen. Dort hievte sie ein Kran auf einen kleineren Lkw, der sie über den Wirtschaftsweg an den Sportanlagen zur Rollschuhbahn brachte. Dort stand ein zweiter, größerer Kran, der die Module an die für sie vorgesehene Stelle hob. Das erinnerte ein bisschen an den Animations-Klassiker "Bob der Baumeister" - nur eben in Groß. Heute kommen die restlichen "Bauklötze".

Anfang Mai soll das Containerdorf fertig sein, die insgesamt 64 Kinder können dann in ihr neues Domizil einziehen. Und sind dann wieder vereint. Nach der spontanen Schließung ihrer Kita wegen Schimmelbefall wurden die Kinder Anfang des Jahres auf drei verschiedene Einrichtungen verteilt. "Dort sind sie auch toll aufgenommen worden", sagt Leiterin Katharina Wolf. Doch die Vorfreude auf das neue Domizil ist groß. Bewusst haben die Erzieher den erneuten Umzug früh zum praktischen Thema in den Gruppen gemacht. Bilder wurden gemalt und es gab auch schon erste Exkursionen ins Umfeld der Übergangs-Kita, die für mindestens zwei Jahre die Kinder beherbergen wird, bis durch einen geplanten Neubau dauerhafter Ersatz am Standort der leer stehenden Schule am Holscheidsberg geschaffen ist.

"Wir freuen uns riesig auf den Umzug", sagte Katharina Wolf mit Blick auf die Möglichkeiten des Übergangstandortes. Mussten die Kinder an der Eberhardstraße eine Treppe mit 51 steilen Stufen erklimmen, um auf ihr Freigelände zu kommen, liegt am Stadtpark das Spielgelände gleich nebenan auf der frei bleibenden Fläche der Rollschuhbahn. Unter anderem einen Wasser-Spielplatz will die Stadt den Kindern dort anlegen. Platz zum Toben ist hier auch reichlich. Und der gerade frisch renovierte Spielplatz im Stadtpark ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.

"Wahrscheinlich wollen die Kinder in zwei Jahren gar nicht mehr umziehen," sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern, nachdem er den Spaß auf der Baustelle miterlebt hatte.

Quelle: RP
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