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Remscheid
Kooperation für Schulsozialarbeit

Remscheid. "Die Verlässliche" und "Kraftstation" erhalten bis Ende des Jahres den Zuschlag. Von Christian Peiseler

"Die Verlässliche" und die "Kraftstation" übernehmen bis zum Ende des Jahres die Organisation der Schulsozialarbeit. Die Stadt hat die Vergabe ausgeschrieben. Die bisherigen Betreiber erhielten wieder den Zuschlag. Nach Auskunft von Sozialdezernent Thomas Neuhaus gibt es in dem Vertrag eine Option auf Verlängerung. Eine Weiterführung der Aufgaben der beiden Träger bis 2020 ist somit möglich.

Die Felder der Schulsozialarbeit lassen sich in drei Bereiche unterteilen: die Arbeit der festangestellten Sozialarbeiter an Schulen, die Sozialarbeit, die den Übergang von Schule und Beruf begleitet, und die zeitlich befristete Unterstützung von Familien bei den Anträgen für Gelder aus dem Bundes-Teilhabepaket (BuT). Kindern soll durch das BuT ermöglicht werden, in Sportvereine gehen zu können, ein Instrument zu lernen oder auch Nachhilfeunterricht zu erhalten.

Dahinter steckt die Grundidee, dass die soziale Herkunft nicht allein über die Zukunft der Kinder entscheiden soll. Die Zahl der Kinder, die Unterstützung brauchen, um in ihrer Lebensphase gut zurechtzukommen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das ist jedenfalls der Eindruck von Mitarbeitern in den entsprechenden Einrichtungen. Die Schulsozialarbeiter beraten die Eltern nicht nur, wie sie Leistungen aus dem Bundes-Teilhabegesetz beziehen können. Durch das Angebot von Teamtraining helfen sie Kindern, die schnell in Außenseiterpositionen rutschen, sich in der Schule wieder wohlzufühlen.

Laut Thomas Neuhaus hat die neue Landesregierung ihren Beitrag zur Finanzierung der Stellen bis 2020 zugesichert. Die Menschen, die Familien dabei helfen, Leistungen aus dem BuT-Gesetz zu beziehen, werden nicht mehr "Schulsozialarbeiter" genannt, sondern "Bildungs- und Teilhabeberater". "Die Verlässliche" kümmert sich um die Kinder im Primarbereich, die "Kraftstation" um die Schüler im Sekundarbereich. Außerdem hat sie den Übergang von der Schule in den Beruf im Blick.

Um 220.000 Euro hat der Rat der Stadt Remscheid im vorigen Jahr die Personalkosten für die Schulsozialarbeit erhöht. "Die große Frage im Sommer wird sein, ob wir diese freiwilligen Kosten weiter tragen", sagt Thomas Neuhaus. Zur Mitte des Jahres erwartet Neuhaus eine Bilanz über den Erfolg der Arbeit.

"Wir liegen bisher nur im Durchschnitt der Bundesrepublik bei der Ausgabe der Fördergelder", sagt Thomas Neuhaus. Der Sozialdezernent hofft auf eine bessere Vermittlungsquote. Der Auftrag, mehr Kinder aus armen Familie die Teilhabe an Klassenfahrten, am Sport- und Musikunterricht oder mehr Nachhilfe zu ermöglichen, sei klar umrissen.

Die wiederkehrende Diskussion um die Finanzierung liegt daran, dass der Bund sich nach drei Jahren zurückgezogen hat. Remscheid will aber das Niveau halten.

Quelle: RP
 
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