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Remscheid
Land gibt mehr Geld für Integration

Remscheid: Land gibt mehr Geld für Integration
Beim Besuch im Integrationszentrum wurde Rainer Schmeltzer (Mitte) von (v.l.n.r) Erden Ankay-Nachtwein (SPD), Leitern Sevinc Brilling Dezernent Thomas Neuhaus und der Landtagsabgeordneten Jutta Velte (Hrüne) begleitet. FOTO: BM-Foto; HN
Remscheid. Der neue Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer besuchte das Integrations-Zentrum im Ämterhaus. Von Lisa Kreuzmann

Der neue Arbeits- und Integrationsminister des Landes NordrheinWestfalen Rainer Schmeltzer kam nach Remscheid, um sich eine ganz bestimmte Verwaltung anzuschauen: Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt. Weil Remscheid dahingehend geprägt sei, sagt seine Referentin Agnes Heuvelmann. Soll heißen: In Remscheid leben viele Migranten und die gilt es an der Gesellschaft teilhaben zu lassen, da sind sich alle einig.

Um zu diskutieren, was diese "gesellschaftliche Teilhabe" jedoch im Konkreten bedeutet, sind die Beteiligten auf Einladung von Sozialdezernent Thomas Neuhaus zu einem runden Tisch zusammen gekommen, der mit einer guten Nachricht für die Stadt schließen sollte: Nächstes Jahr soll es vom Land mehr Geld, mehr Personal und auch mehr inhaltliche Hilfe für die bald 50 Kommunalen Integrationszentren in NRW geben, verspricht Schmeltzer.

Doch der Minister ist nicht nur gekommen, um sich auszutauschen und zu erfahren, wo es vor Ort hakt, sondern auch ein bisschen, um die Hausaufgaben zu kontrollieren. "Wir können alles beschließen, Gelder bereitstellen, aber hier müssen unsere Ideen umgesetzt werden", sagt der Arbeitsminister. Das Team vom städtischen Integrationszentrum macht das leidenschaftlich und engagiert, das wird im Gespräch klar. Dabei liegt die Aufgabe des Integrationszentrums vor allem in der Koordination zwischen den einzelnen Akteuren, dich sich in der Integrationsarbeit engagieren: Kirchen, Vereine, Wohlfahrtsverbände und vor allem auch Ehrenamtler. "Bei uns laufen die Fäden zusammen", sagt die Leiterin des Zentrums Sevinc Brilling.

Wo es hakt, wissen die Mitarbeiter des Zentrums am besten, denn hier kommt alles an, in ihrer öffentlichen Auswertung sind sie trotzdem etwas vorsichtig. Ein Beispiel gibt es: Für die Deutschkurse für Flüchtlinge fehle es an Räumen. Und für weiterführende Sprachkurse bräuchte man personelle Unterstützung, heißt es. Mit den vielen neuen Migranten stehe das KI ohnehin vor einer ganz neuen Herausforderung, sagt Leiterin Sevinc Brilling. Denn auch die Flüchtlingshilfe wird über das Integrationszentrum verwaltet. In der Freiheitsstraße soll bald etwa ein "Ort der Begegnung" entstehen.

Denn darin sind sich Arbeitsminister und der Sozialdezernent, Integrationsrat sowie das Integrationszentrum der Stadt einig: Das Wichtigste ist, nicht nur über Migranten und Flüchtlinge zu sprechen, sondern mit ihnen, und konkret zu fragen, was sie brauchen. Migranten müssten mitreden und mitgestalten, heißt es - soweit die Theorie. "Die Menschen wissen, dass wir da sind", versichert Leiterin Brilling dem Minister. Doch der runde Tisch schlussfolgert auch: Diese Arbeit ist "learning by doing".

Quelle: RP
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