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Remscheid
Land schließt zwei Notunterkünfte für Flüchtlinge

Remscheid: Land schließt zwei Notunterkünfte für Flüchtlinge
Die Sporthalle Hölterfeld dient nur noch bis Ende März als Notunterkunft. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Zuletzt waren sie kaum belegt, obwohl tausende Flüchtlinge gen Norden streben: Ende des Monats schließt die Bezirksregierung Düsseldorf die Notunterkünfte für Flüchtlinge in den ehemaligen Schulgebäuden Leverkuser sowie Unterhölterfelder Straße, teilte die Stadt gestern mit. Von Solveig Pudelski

Beide Standorte werden als landeseigene Notunterkünfte aufgegeben. Nur der Standort Tersteegenstraße werde weiter genutzt, maximal 250 Menschen können dort leben. Nach Angaben von Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke wohnen dort zurzeit 90 Flüchtlinge. Angesichts der aktuellen Flüchtlingswelle sehe sie die Kündigung des Landes aber skeptisch.

Ein Rückblick: Die erste Notunterkunft in Lennep hatte die Stadt im Juli 2015 quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Aufforderung der Bezirksregierung für 150 Menschen eingerichtet. Im September zogen weitere 162 flüchtige Menschen in der Notunterkunft Hölterfeld ein, die im ehemaligen Hauptschulgebäude und in der Zweifachsporthalle auch binnen kurzer Zeit hergerichtet wurde. Nicht nur für den Schul- und Vereinssport mussten Alternativen gefunden werden.

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen

Auch die VHS musste mit seinem Lehr-Angebot für Menschen ohne Bildungsabschluss an den Schulstandort Bökerhöhe ausweichen. Und 500 Schüler der achten Jahrgangsstufen, die am Landesprogramm "Kein Abschluss ohne Anschluss" teilnehmen, wurde in die ehemalige Galerie umquartiert. Wie geht es nun mit den beiden Gebäuden weiter? "Es wird wie bei Wohnungswechsel eine Art Übergabe geben", sagt Reul-Nocke. Bezirksregierung und Stadt schauen sich die Gebäude an und machen eine Bestandsaufnahme, prüfen Rückgabe der Gebäude und Einrichtungsgegenständen, schauen, wie Rückbauten und Renovierungen abgewickelt werden sollen.

Zu klären sei auch, wer welche Kosten übernimmt. Denn in das Gebäude an der Leverkuser Straße soll die Katholische Grundschule Am Stadion einziehen, wenn ein Teil des DOC auf ihrem Gelände errichtet wird. Noch offen ist, wann Vereine und Schulen die Halle an der Unterhölterfelder Straße wieder nutzen können.

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai

Währenddessen schafft die Stadt mehr Platz für zugewiesene Flüchtlinge, die auf den Ausgang des Asylverfahrens warten - derzeit 1360 Menschen. Im April soll das sechsten Übergangsheim (neben Schwelmer Straße, Wülfingstraße, Klauser Delle 6, Klauser Delle 8 und Talsperrenweg) an Oberhälterfelder Straße mit 25 Wohneinheiten für 130 Menschen bezugsfertig sein.

Außerdem hat die Stadt 260 Wohnungen für Flüchtlinge angemietet.

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Quelle: RP
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