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Remscheid
Landsmannschaft Ostpreußen feiert Doppeljubiläum

Remscheid. Die Remscheider Kreisgruppe wird 65 Jahre alt, die Frauengruppe 40 - am 24. September steigt im MK-Hotel ein Fest. Von Cristina Segovia-Buendía

Die Remscheider Kreisgruppe der Landesmannschaft Ostpreußen steht in diesem Monat vor gleich zwei runden Jubiläen: 65-jähriges Bestehen der Landesmannschaft selbst, und die ihnen angehörende Frauengruppe wird 40 Jahre alt. Feiern wollen sie dies am Samstag, 24. September um 15 Uhr im MK-Hotel an der Bismarckstraße.

Lange ist es her, dass die heute knapp 50 Mitglieder, nach Kriegsende 1945, aus ihrer Heimat Ostpreußen vertrieben wurden. Heute teilen sich das einstige Gebiet die drei Staaten Litauen, Russland und Polen auf. Von der damaligen Zeit sind heute nur noch Landsmannschaften übrig geblieben, die das Kulturerbe weitertragen.

In Remscheid gründete sich die Landsmannschaft im Jahr 1951, sie war lange Jahre ein sehr aktiver Verein, wie Vereinsschriftführerin, Helga Nagorny, berichtete: "Die Landsmannschaft hat sich seit jeher darum gekümmert, unser Kulturgut zu erhalten und in folgende Generationen weiterzutragen." Sie half den Vertriebenen aber auch dabei, sich in der neuen Heimat Remscheid zurechtzufinden. Mit Sängerkreisen, eigener Folkloregruppe, Theateraufführungen und vielen Ausflügen und Aktivitäten - auch über die Stadtgrenzen hinaus - zeigten die Mitglieder Präsenz.

Mittlerweile aber, das muss sich die 82-jährige Vereinsvorsitzende, Irmgard Beeck, eingestehen, wird es immer weniger. Der Nachwuchs fehle, die Kräfte bei den Senioren schwinden. Große Veranstaltungen können sie alleine nicht mehr stemmen. Die monatlichen Treffen sind ihr aber nach wie vor wichtig. "Man tauscht sich aus, sitzt gesellig zusammen bei Kaffee und Kuchen, singt bekannte Lieder oder liest gemeinsam ostpreußische Literatur." Ein Stückchen alte Heimat, auch wenn ihr die Erinnerungen an früher noch heute sichtlich nahegehen. "Wir reden nicht viel über früher, ich schaue lieber nach vorne. Die Geselligkeit ist hier einfach schön und ich brauche das, unter Menschen zu sein."

Festlich soll es auch zur Jubiläumsfeier am 24. September im MK-Hotel zugehen: Erwartet werden neben den eigenen Mitgliedern auch Gäste anderer ostpreußischen Landesmannschaften aus ganz Nordrhein-Westfalen. Neben einer musikalischen Festuntermalung durch Kathrin Montero Küpper an der Harfe, Maria Gregull am Klavier und dem Ostpreußenchor unter der Leitung von Tatjana Lazareva, ist auch Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak, Mitglied im "Akademischen Freundeskreis Ostpreußen" in Bonn, als Festredner eingeladen worden. Auch Vertreter der Stadt werden erwartet. Beginn ist um 15 Uhr. Im Anschluss lädt der Verein noch zu einem geselligen Empfang ein.

Quelle: RP
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