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Remscheid
Lennep-Comic erzählt einen Krimi

Remscheid: Lennep-Comic erzählt einen Krimi
Die Polizei greift zu, der Übeltäter ist gefasst. FOTO: Stefan Singer
Remscheid. Im Jugendzentrum "Die Welle" denken sich Kinder eine Helden-Geschichte aus und fotografieren. Von Cristina Segovia-Buendía

Das DOC versteckt ein dunkles Geheimnis, doch eine Superheldin wird es lüften und die Lenneper vor der Gefahr retten: Zehn Teenies entwickeln zurzeit im Jugendzentrum "Die Welle" eine spannende Comic-Helden-Geschichte mit selbstgeknipsten Fotos. Schauplatz ist Lennep und das geplante Designer Outlet Center.

Im Stuhlkreis sitzen sie da, die Köpfe zusammen gesteckt. Angestrengt wird nachgedacht und Ideen auf ein Tafelschreibblock festgehalten. Medienpädagoge Tim Gontrum versucht die Ideen zu bündeln: Eine spannende Einleitung, ein dramatisch-fesselnder Höhepunkt und ein versöhnliches Ende. "Das ist gar nicht so einfach, so viele Ideen miteinander zu verbinden", sagt Alessandra. Die Zehnjährige macht im Rahmen des Herbstferienprogramms des Jugendzentrums "Die Welle" beim Comic-Projekt mit. Gemeinsam mit neun weiteren 10- bis 14-Jährigen entwickeln sie einen eigenen Lennep-Comic.

Das Konzept ist nach den ersten zwei Tagen fertig. Die Idee: Eine Verschwörungstheorie mitten in Lennep. "Es wird darum gehen, dass das DOC ein dunkles Geheimnis hat", erklärt Alessandra. Ein Nachbar wird vorkommen, der gegen das DOC ist und eine Superheldin, die das Geheimnis lüften und alles aufklären wird. "Der Nachbar heißt Herr Röntgen", verrät die aufgeweckte Zehnjährige. Sie ist selbst begeisterte Comic-Leserin. "Zuerst hatten wir uns überlegt, den echten Herr Röntgen als Geist erscheinen zu lassen, der mit seinen X-Strahlen durch Lennep geht." In der Gruppe entschieden sie sich aber dagegen. "Herr Röntgen ist jetzt ein normaler Nachbar und hat nichts mit dem echten Röntgen zu tun. Gegen das DOC ist er trotzdem."

Neben einer spannenden Geschichte benötigt der Comic viele Fotos der Originalschauplätze, Bilder alter Lenneper Gebäude und enger Gassen, die die Teenies bei einem Streifzug durch die Altstadt selber schießen und später am Computer mit einem Comic-Programm bearbeiten. Einige der Projektteilnehmer wie Alessandra werden vor der Kamera stehen und als Figuren im Comic erscheinen. Der zehnjährige Julian dagegen bevorzugt eher die Arbeit hinter der Kamera. "Ich fotografiere gerne und nehme mit einem Freund zuhause auch Hörbücher auf", erzählt Julian. Auch wenn eine Woche für das aufwendige Projekt kurz ist, anstrengend findet er es nicht. "Wir müssen zwar viel arbeiten, um den Comic fertig zu stellen, aber es ist spannend, und es macht viel Spaß, sich eigene Geschichten auszudenken und Fotos dazu zu schießen."

Am Ende wird jeder Teilnehmer ein Comic-Exemplar mit nach Hause nehmen dürfen, worauf sich Julian und Alessandra jetzt schon sehr freuen.

Quelle: RP
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