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Remscheid
Lennep liest - und viele hören zu

Remscheid: Lennep liest - und viele hören zu
Johanna und Brigitte Wehrstedt eröffneten das Lesefestival in der Stadtbücherei Lennep. Sie lasen im Wechsel Geschichten der "sagenhaften Saubande". FOTO: Nico Hertgen.
Remscheid. An 19 Orten im Stadtteil ging es während des Wochenendes um die Welt der Bücher. Es gab Vorlese aller Altersklassen. Von Stefanie Bona

"Lennep liest" war am Wochenende ein verheißungsvoller Auftakt für ein Lesefestival, das man sich als feste Einrichtung im Veranstaltungskalender der Stadt gut vorstellen kann. Rund um den "Tag des Buches" gab es am Samstag und Sonntag Gelegenheit, sich an insgesamt 19 unterschiedlichen Orten mit einer großen Vielfalt von Literatur zu beschäftigten.

Dafür hatte das Soziokulturelle Zentrum "Die Welle" als Veranstalter viele Partner mit ins Boot geholt, die ihre Räume zur Verfügung stellten, ein kleines Rahmenprogramm organisierten und auch Vorleser für die rund halbstündigen Lesungen gewinnen konnten. Den Auftakt machte die Stadtteilbibliothek Lennep, wo es in der Kinderbücherei um die frechen Geschichten der "sagenhaften Saubande", einer Kinderbuchreihe von Nina Weger, ging.

Im Wechsel lasen Brigitte Wehrstedt, zweite Vorsitzende der Lenneper Büchereifreunde, und ihre Enkelin Johanna aus den amüsant geschriebenen Büchern vor. Zunächst hatte damit eine kleine Runde von Zuhörern Spaß, sodann weckte der Vortrag das Interesse von kleinen Büchereibesuchern, die zunächst zaghaft auf den aufgestellten Stühlen Platz nahmen und dann gebannt lauschten.

Büchereileiterin Corinna Holthausen bezeichnete das Festival als schöne Idee, um Menschen für Literatur zu interessieren. "Da steckt viel drin. Ich hoffe, es wird gut angenommen." Diese Frage stellte sich beim Blick ins Lenneper Gitarrenzentrum nicht. Dort las Rolf Haumann, Jugendreferent beim Evangelischen Kirchenkreis Lennep, aus seinen Lieblingsbüchern vor und kein Platz blieb mehr frei. Da ging es zum Beispiel um nachbarschaftliche Begegnung und Versöhnung in Jerusalem, der Stadt der drei Religionen, oder auch um einen Justizirrtum in Berlin, der aufgrund einer simplen Verwechslung für den Betroffenen schlimme Konsequenzen nach sich zog. Auch die Abendveranstaltung im Jugendzentrum "Welle" war gut besucht. Im diffusen Licht von aufgestellten Windlichtern tauchten die Zuhörer in bergische Krimis ein, die die Autoren selbst vorlasen. Das Multimedia-Team der Welle begleitete das Festival mit der Kamera. Die Ergebnisse der Premierenveranstaltung sollen später zusammengefasst werden.

Quelle: RP
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