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Remscheid
Lennep - noch kein Ersatz für Kirmesplatz

Remscheid: Lennep - noch kein Ersatz für Kirmesplatz
Der Kirmesplatz diente als Veranstaltungsfläche für das Osterfeuer . . . FOTO: Moll, Juergen
Remscheid. Laut dem Stadtplaner soll das Oktoberfest auf dem DOC-Mitarbeiter-Parkplatz gefeiert werden. Klaus Kreutzer: Noch fehlt Infrastruktur. Von Solveig Pudelski

Beliebt ist er als Festplatz, aber wegen Pfützen und Löchern wurde der Lenneper Kirmesplatz oft verflucht. Dessen Tage sind gezählt, weil McArthurGlen auf dem Areal das Kunden-Parkhaus errichten will. Eine feste Ersatz-Wiesn' für alle Feierfreudigen wird es vorerst nicht geben, allerdings Plätze zum Feiern, lautet die Botschaft aus dem Rathaus. Dazu gehört die Fläche der ehemaligen Straßenmeisterei an der Ringstraße, künftig Parkplatz für die DOC-Mitarbeiter. Diskutiert werde diese Variante seit Herbst 2014, berichtet Bezirksbürgermeister Markus Kötter.

Ob Kirmes oder Zirkus, Osterfeuer oder Martinssingen - der Kirmesplatz diente über Jahrzehnte als Ort für Brauchtumsfeste. Eine Nummer kleiner ist der Jahnplatz, auf dem die Lenneper Karnevalsgesellschaft ihr Festzelt bisher aufschlug. Beide Flächen werden für das Designer Outlet Center geräumt. Ähnlich wie den Sportvereinen, die das Röntgenstadion räumen müssen und am Hackenberg ein neues Sportzentrum erhalten, sagte die Stadt auch den Heimat- und Brauchtums-Vereinen adäquaten Ersatz zu. Jetzt wird dieses Versprechen konkreter.

. . . die Kirmes mit ihren Karussells und Imbissbuden . . FOTO: Hertgen, Nico (hn-)

Auf dem Gelände an der Ringstraße soll beispielsweise das Oktoberfest steigen, bestätigt Remscheids Stadtplaner Robin Denstorff. Das noch nicht bebaute Grundstück an der Karlstraße am Lenneper Bahnhof, mit dem der Verkehrs- und Förderverein liebäugelt, sei vom Tisch. Denstorff: "Das ist eine Gewerbefläche." Den Lenneper Schützenvereinen soll die Robert-Schumacher-Straße zur Verfügung stehen. Dort drehten sich bereits die Karussells. Veranstalter, Schausteller und auch Besucher zeigten sich nach dem Probelauf höchst zufrieden. Es sei besser, auf einem festen Untergrund feiern zu können als auf einer "Seenplatte".

"Der Parkplatz wäre ein Kompromiss", kommentiert Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, den Vorschlag "Ringstraße". Akzeptieren würde er diesen nur, wenn die Fläche hergerichtet und eine Infrastruktur geschaffen wird. "Beleuchtung, Strom, Wasser und Abwasser müssen gewährleistet sein", listet er auf. Angesichts rund 2500 Besuchern an jeden Oktoberfestabend müsse die Fläche mindestens über 6000 Quadratmeter groß sein, um Platz für ein größeres Zelt zu bieten. Da er Anfang Oktober die Verträge für das Fest 2016 unterschreiben werde, "wollen wir belastbar wissen, wo wir feiern werden".

. . . und fürs Oktoberfest, das Tausende anzieht. FOTO: MOLl/HN

"Es ist mit dem Investor vereinbart, dass auf dem Mitarbeiter-Parkplatz eine gewisse Anzahl an Festen stattfinden kann", sagt Robin Denstorff. Er habe das Signal von McArthurGlen, dass man an einer Lösung mitarbeiten werde. Mit Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei müsse noch eine konkrete Planung abgestimmt werden.

Das Osterfeuer und Martinssingen, die der Verkehrs- und Förderverein ebenfalls ausrichtet, seien dort aber wohl nicht möglich, wendet Kreutzer ein. "Und wo sollen ein Zirkus sein Zelt aufschlagen, wo die Treckerfreunde feiern?", fragt Kreutzer nach einem Ersatz für alle.

Den wünscht sich auch Gunther Brockmann, Chef der Lenneper Karnevalsgesellschaft. Auch er steht unter Druck, weil es noch keinen Ort für das jecke Treiben im Zelt gibt, aber neue Verträge mit Bands und Stargast anstehen. Der Platz des DM-Parkplatzes sei zu klein.

Quelle: RP
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