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Remscheid
Lenneper Straße - Politik will mehr Tempo-Überwachung

Remscheid. Messungen ergaben: In der Nacht hält sich nur jeder vVerte an die hier geltende Vorgabe von Tempo-30.

Verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung an der Lenneper Straße empfahlen die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Süd jetzt der Verwaltung, aus Lärmschutzgründen und um die Umweltbelastung zu reduzieren. Denn auf der Lenneper Straße fahren nicht nur viele Kraftfahrzeuge, allzuviele fahren auch zu schnell. Das erfuhren die Süd-Bezirksvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung.

Bezirksvertreterin Elfriede Korff (SPD) hatte im April nach Erkenntnissen gefragt, die nach der Einführung der für die Nachtzeit zwischen 22 und 6 Uhr geltenden Geschwindigkeitsreduzierung auf der Lenneper Straße im Streckenabschnitt zwischen Johann-Vaillant-Platz und Intzestraße auf 30 km/h gewonnen wurden. Der Bericht der Verwaltung war deutlich genug: Während einer Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung wurden dort 17500 Fahrzeuge in 24 Stunden gezählt. 1200 waren es zwischen 22 und 6 Uhr. Von diesen hielten sich lediglich 300 an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Der Rest fuhr deutlich schneller.

Die Bezirksvertretung Süd ist mit ihrem Wunsch gescheitert, die problematische Verkehrssituation an der Einmündung der Kastanienstraße in die Fichtenstraße am Hohenhagen durch einen Verkehrsspiegel zu entschärfen. Wie die Süd-Bezirksvertreter jetzt erfuhren, hat die dafür zuständige "Verkehrsbesprechung" die Installation des Verkehrsspiegels abgelehnt. Dieses Gremium hat in diesem Fall die Entscheidungskompetenz, konnte die Bezirksvertreter jedoch nicht überzeugen. Die hatten zum Teil selbst schon gefährliche Situationen erlebt und suchten im Rahmen der BV-Sitzung nach alternativen Lösungen. Am Ende einigten sie sich auf die Empfehlung, an der Einmündung das Verkehrszeichens 101 (Gefahren-Hinweis) zu installieren sowie die Sondernutzung für zwei die Sicht nach unten versperrende Post-Sammelkästen aufzuheben, die dann entfernt und an anderer Stelle aufgebaut werden müssten.

Auch vor der neuen Interkulturellen Kindertageseinrichtung Confetti an der Rosenhügeler Straße sind nach Meinung von Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung nötig, obwohl auch dieses Gebiet in einer Tempo-30-Zone liegt. Vom "Aufmalen der 30 auf die Straße bis zum elektronischen Display "Sie fahren..." machten die Bezirksvertreter auch für dieses Problem Vorschläge.

(gp)
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