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Remscheid
Lenneper Wies'n an Trasse verlagern?

Remscheid: Lenneper Wies'n an Trasse verlagern?
Die Robert-Schumacher-Straße und der "DM-Parkplatz" sind als Lenneper Festplatz in der Diskussion. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Verkehrs- und Förderverein diskutierte auf Versammlung die Festplatzfrage. Platz für Oktoberfestzelt ausgemessen. Von Anna Mazzalupi

Man müsse Kompromisse eingehen, sagte Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep, auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag im Röntgen-Museum. Gemünzt ist die Aussage auf die Frage nach einem adäquaten Ersatz für den Kirmesplatz im Zuge des DOC-Baus. Die Verlegung der Festplätze sei noch lange nicht in trockenen Tüchern, zumal die Robert-Schumacher-Straße keine optimale Lösung sei.

Dennoch scheint es Annäherungen zwischen Verein und Stadt zu geben. Wie Kreutzer bei der Versammlung mit rund 20 Anwesenden berichtete, legte er bei einem weiteren Ortstermin am vergangenen Sonntag mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz noch einmal ganz genau das Maßband an. Mit einem kleineren Zelt für das beliebte Oktoberfest könne man sich anfreunden, wenn die Genehmigung dafür an dem Standort im Vorfeld genau abgeklärt sei.

Außerdem müsste für das 25-Meter-Zelt eine Anpassung des Radweges an die Straße erfolgen. Denn das Zelt reiche bis an die Kante der Trasse. Der Bordstein müsse weggefräst werden, damit ein Niveau entstehe. Damit könne er sich mit dem Platz am Drogeriemarkt anfreunden. Der Vorschlag soll geprüft werden.

Kritisch sieht Kreutzer allerdings die dortige Wasserversorgung für die Feste. Denn die Trockenleitung muss von den Vereinen selbst vor den Veranstaltungen durchgespült werden, um etwa Tiere aus dem Rohr zu entfernen. Auf die Frage nach den Kosten und der Tauglichkeit des Wassers für Trink- und Essstände habe es keine Antwort von den Experten gegeben. Deshalb würde er mit dem Verein nur an den Standort wechseln, wenn er dorthin "geklöppelt" würde.

Der Vorschlag Karlstraße sei den "potenziellen Steuerzahlern" vorbehalten, bemerkte Kreutzer mit einem gewissen Sarkasmus. Denn der gemeinnützige Verein habe allein im vergangenen Jahr rund 10.000 Euro Steuern gezahlt. Zur Erleichterung der ehrenamtlichen Arbeit wünscht sich Kreutzer auch mit Blick auf die Herausforderungen für das Weinfest und den Rosenmontagszug der Lenneper Karnevalsgesellschaft weniger Auflagen von der Stadt.

Kreutzer versprach, die Entwicklungen des Designer Outlet-Centers weiter im Blick zu behalten. Bedenken habe er, dass die Bürger letztlich für Folgekosten aufkämen, zu mal 99 Prozent der Betriebe im Center keine Steuern in Remscheid zahlen werden. Im Zuge dessen kritisiert der Einzelhändler außerdem den neuen Leerstand in der Altstadt. Er fordert: kein Stillstand. Damit bezog er Stellung zu den Äußerungen, dass einige der Besitzer bis zur Vermietung auf das DOC warten wollen. Es sei Aufgabe des Stadtmarketings, den Kontakt zu Immobilienbesitzern aufzunehmen und positive Entwicklungen für Lennep voranzutreiben.

Quelle: RP
 
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