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Remscheid
Leser kritisieren Polizei und warnen vor Vorurteilen

Remscheid. In Büros, am heimischen Küchentisch und auf den Schulhöfen - das Thema Sicherheit wird dieser Tage wohl so heiß diskutiert wie noch nie zuvor seit Beginn der Flüchtlingskrise. Von Tim Harpers

Nach den erschreckenden Vorkommnissen, die sich in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof ereignet haben, und der Schlägerei in der Notunterkunft an der Unterhölterfelder Straße, bringen viele unserer Leser via Facebook ihre Besorgnis zum Ausdruck. Viele mahnen zur Zurückhaltung und warnen davor, zu pauschalisieren.

Zu den Vorkommnissen in Köln häufen sich im Internet die Reaktionen. Vor allem das Verhalten der Polizei steht dabei in der Kritik. "Nun zu unseren Polizeibeamten", kommentiert etwa Peter Passter, "bitte stellt Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen die Polizisten, die die Anzeige nicht aufnehmen wollten in Köln. Ich hoffe, ihr habt euch die Dienstausweise zeigen lassen und kennt die Namen." Userin Nicole Werner schreibt, sie wünsche den beiden Remscheiderinnen, die in Köln zu Opfern wurden, ganz viel Kraft. Dass das Vertrauen in die Sicherheitskräfte durch die Vorkommnisse erheblichen Schaden genommen hat, macht auch der Kommentar von Annegret Vorberg deutlich. Sie fragt: "Wie viele Mädels sind jetzt echt traumatisiert und brauchen professionelle Hilfe?" Nur, um dann bissig zu ergänzen: "Ich nehme aber mal an, diesen wird die Hilfe versagt und man nimmt sich stattdessen liebevoll den Tätern an."

Was die Sicherheit in den Notunterkünften angeht, häufen sich mahnende Stimmen. Nutzer Serdar Karsanizo zum Beispiel kommentiert unter dem Artikel über die Schlägerei: "Dieses pauschale Verurteilen ist genau die falsche Methode. Dass nicht jeder Flüchtling ein guter Mensch ist, oder jeder unser System begreift, oder es auch mit Sicherheit so einige gibt, die nicht vor dem Krieg geflohen sind und es nur ausnutzen ... das war schon von vornherein klar. Deshalb kann man aber nicht von ,den Flüchtlingen' sprechen." Auch Alex Czech fordert einen besonnenen Umgang mit der Situation. "Auch wenn die Lage in Flüchtlingsheimen sicherlich angespannt ist", schreibt er, "sollten gewaltbereite Flüchtlinge darüber aufgeklärt werden, dass ein solches Verhalten nicht toleriert wird."

Helen Donath wünscht sich dagegen ein deutlich härteres Durchgreifen von der Regierung. "Diese Menschen wollen sich unseren Gesetzen nicht fügen, also raus damit", schreibt sie.

Quelle: RP
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