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Remscheid
Lichterfest - Plaudern und Genießen

Remscheid: Lichterfest - Plaudern und Genießen
Constanze Epe gehört zum Kreis der Initiatorinnen des Lichterfestes. In ihrer stimmungsvoll beleuchteten Malerwerkstatt kam sie mit vielen Gästen ins Gespräch. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Auf der Hindenburgstraße illuminierten Geschäftsleute und Anwohner ihre Häuser. Es gab Aktionen und Leckereien. Von Anna Mazzalupi

Es dämmert langsam und die ersten Lichter auf der Hindenburgstraße erzeugen eine gemütliche Atmosphäre. Kleinere Feuer in Körben brennen und verbreiten den typischen Lagerfeuergeruch. Constanze Epe zündet noch eilig die letzen Kerzen in ihrer Malerewerkstatt an, die den Raum in ein angenehmes Ambiente tauchen.

Es ist Lichterfest auf der beliebten Einkaufstraße in der Innenstadt. Zum sechsen Mal luden gestern Geschäftsleute und Anwohner zu der inzwischen schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung ein. "Die Leute fragen schon im Sommer, wann denn wieder Lichterfest ist. Es hat sich inzwischen etabliert", merkte Epe an, die von Anfang an dabei war. Ihre Vermutung: Die Besucher mögen den nicht-kommerziellen Charakter an dem Fest. "Es ist schön, hiermit die Adventszeit einzuleuchten", sagte Epe, und trifft damit den Grundgedanken des Lichterfestes.

Hans-Jürgen Althaus, Inhaber der gleichnamigen Kanalsanierungsfirma, warf noch einen letzten kritischen Blick auf die Beleuchtung, die seine Hauswand illuminiert. "Man bemüht sich, jedes Jahr was Neues zu machen", sagte Althaus. Das Zusammensein, das Klönen und sich als Nachbarn auch besser kennen zu lernen, sei wichtig. Althaus hat das Gefühl, dass es in jedem Jahr immer mehr neue Gesichter werden. Für die kleinen Besucher zeigte er dieses Mal den Film "Urmel aus dem Eis". "Die Kleinen kommen sonst immer zur kurz", sagte seine Frau Renate Althaus.

Für die Erwachsenen warteten Glühwein oder Punsch und auch Bratwürstchen oder Erbsensuppe zur Stärkung. Mechthild Zerbe, Anwohnerin, betrieb mit vier weiteren einen kleinen Stand mit Apfelpunsch und Gebäck an der Ecke zur Lessingstraße. Lichterketten und Kerzen zauberten die Ecke zu einem Hingucker, während es dunkler wurde und immer mehr Besucher auf die Straße strömten, um die Aktionen in den teilnehmenden Geschäften zu nutzen. "Die Tendenz sollte dahin gehen, dass auch mehr Privatleute mitmachen, damit es sich nicht so auseinanderzerrt", sagte Zerbe.

Für Conny Mellinghaus-Mache hat das Lichterfest ein ganz besonders Flair: "Das ist augenverwöhnend und einfach für die Seele gut. Ich kenne sonst nichts, was so ausgefallen ist". Es sei eine echte Attraktivitätssteigerung der Hindenburgstraße. Das sieht auch Constanze Epe so. Ihr Highlight: die Andacht, die in diesem Jahr Diakon Christian Busch hielt. "In dem Moment kann ich innehalten. Ich denke, dass ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je". Ihr Eindruck: Auch für Leute, die sonst vielleicht nicht regelmäßig in die Kirche gehen, sei das ein wichtiger Moment. Und so genossen sie und andere wieder die Stille in der festlich erleuchteten Hindenburgstraße.

Quelle: RP
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