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Remscheid
Lieder über Liebe und Verlust

Remscheid: Lieder über Liebe und Verlust
FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Staunende Gesichter und Jubel waren sein Lohn: Als Singer- und Songwriter Theo Bard beim vorletzten Song seines Auftritts die Stimme anhob, beeindruckte er das Publikum im Saxo. Von Hagen Thiele

Vorangegangen war ein ganz typischer Abend mit Lagerfeuerromantik in der gewohnten Qualität, bei dem der Brite jedoch auch eine ganz eigene Note bewies. Ab und zu garnierte er seine Musik mit Western-Stimmung und mischte dem Ganzen bei einigen Liedern sogar Einflüsse von Reggae bei.

"Evil Eyes" nannte sich der erste Song des Abends, der klarmachte, auf was die Zuschauer sich freuen durften. Bard setzte auf anmutige Gitarrenmelodien, meist gezupft, die eingängig und doch im Detail verspielt waren. Die Gitarre kombinierte er mit einer Fußschelle und Basedrum, so dass er mit seiner Beinarbeit zwar keinen Schlagzeuger ersetzen, aber seiner Musik eine gute Portion Rhythmus verleihen konnte. Besonders die Basedrum schien wie der Puls, der den emotionalen Kompositionen Leben einhauchte. Die Rhythmik sprang schnell auf die Besucher über.

Liebe, die Suche nach ihr und der Verlust, waren der Stoff, aus dem Bards Texte gemacht waren. Dazu passte auch seine Stimme hervorragend, die warm und angenehm klang. Man wollte ihr einfach zuhören, wenn sie von den großen Geschichten des Lebens sang. Doch es ging nicht immer nur ernst oder melancholisch zu. Manchmal sang er auch von ganz alltäglichen Dingen wie den Tücken der Elternschaft. "Don´t wake the Baby" hieß ein Lied, das er für seine Schwester geschrieben hat. Schnelle Akkordarbeit, die irgendwo im weiten Feld des Akustikgitarren-Rocks eingeordnet werden kann, trafen dabei auf einen Gesang, der ein wenig an Rap-Musik erinnerte. Das Experiment kam bestens beim Publikum an.

Quelle: RP
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