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Remscheid
Linke: Stadion kostet 2 Millionen mehr

Remscheid. OB soll bis zur DOC-Ratssitzung Zahlen liefern. Wird nun "abgespeckt"? Von Henning Röser

Vor der entscheidenden Abstimmung zum geplanten Designer Outlet-Center (DOC) im Rat am 13. Dezember soll Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) einen konkreten Kostenplan für den Stadionersatzbau liefern. Das fordert die Ratsfraktion der Linken in einem offenen Brief. Ohne diese Daten sei eine gewissenhafte Entscheidung über das Projekt nicht möglich.

Sie nimmt dabei Bezug auf ein Interview unserer Zeitung mit Mast-Weisz. Der hatte darin erklärt, dass er ein Risiko im jährlich steigenden Baukostenindex sieht. Der mit dem DOC-Investor im Jahre 2015 vereinbarte Kaufpreis enthalte keine Dynamisierungs-Formel. Heißt: Die 15 Millionen Euro, die McArthurGlen für das Stadiongelände und andere Flächen in Lennep überweisen soll, müssen ausreichen, egal wann der Bau des DOC beginnt.

Für den versprochenen adäquaten Stadion-Ersatz am Hackenberg sind 10,6 Millionen Euro vorgesehen. Dieser Topf sei gedeckelt, sagt der OB. Als Konsequenz daraus rechnet die Linke damit, dass am Hackenberg nur noch eine "abgespeckte" Stadionvariante gebaut werden kann. Ausgehend von einem jährlichen Anstieg des Baukostenindexes um fünf Prozent und einem Baustart im Januar 2018 rechnet sie mit einer Kostensteigerung von 2,28 Millionen Euro. Hier sieht die Linke auch den wahren Grund dafür, warum die Stadt plötzlich überlegt, ob sie von den Nutzern des Stadions eine Eigenbeteiligung verlangen soll.

Mast-Weisz hatte Anfang November im BM-Interview erklärt, dass dazu im Rathaus noch keine Entscheidung gefallen sei. Er sprach von einer schwierigen Abwägung, bei der es zu bedenken gelte, dass zwei der betroffenen Vereine eine bessere Anlage bekommen würden als sie jetzt hätten. Eine abschließende Berechnung der Kosten für das Stadion liege noch nicht vor.

Quelle: RP
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