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Remscheid
LKG wird das Weinfest auch weiter ausrichten

Remscheid. Nach umstrittener Festplatzentscheidung der BV Lennep hatte Chef Gunther Brockmann aus Verärgerung einen Verzicht erwogen. Nun übernehmen Vorstandskollegen. OB will weitere Gespräche führen. Von Stefanie Bona

Die Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) wird den Antrag für das Weinfest nun doch nicht zurückziehen. Dies hatte der Vorsitzende Gunther Brockmann als spontane Reaktion auf die Festplatz-Entscheidung der BV Lennep am Mittwochabend angekündigt.

Bei einer eilig einberufenen Vorstandssitzung gestern Nachmittag erklärten sich Vorstandskollegen nun bereit, die Arbeit von Brockmann zu übernehmen. "Die LKG braucht die Einnahmen aus dem Weinfest, um den Rosenmontagszug zu finanzieren", sagte Brockmann gestern der BM.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte am Mittwochabend der BM erklärt, dass die Stadt das Fest im Notfall übernehmen würde. Wie berichtet, hatte Brockmann zudem angekündigt, sein Amt bis zur nächsten Jahreshauptversammlung am 29. Juni ruhen zu lassen. Nachdem die BV mit Ausnahme von Roland Kirchner (W.i.R.) den Vorschlägen der Verwaltung für eine Verlagerung der Brauchtumsveranstaltungen auf die Robert-Schumacher-Straße zugestimmt hatte, solle seine Entscheidung ein "Signal" sein, dass man mit dem Ehrenamt so nicht umspringen könne, erklärte Brockmann gegenüber der Presse. Er selbst hätte sich gewünscht, dass man den Vereinen für ihre Feste die freien Gewerbeflächen an der Karlstraße als Ersatz für den durch das DOC wegfallenden Kirmes- und Jahnplatz zur Verfügung gestellt hätte. Doch auch hier folgten die Politiker der Verwaltungsmeinung, dass man das letzte zusammenhängende Gewerbegrundstück, das man derzeit anbieten könne, nicht anderweitig verplanen wolle. Zuvor hatte Mast-Weisz ausführlich auf die Chancen durch das DOC hingewiesen. Wer die Vorteile nutzen wolle, komme um Veränderungen nicht herum.

Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins, brachte indes für das Oktoberfest noch einmal den am Talsperrenweg entstehenden DOC-Mitarbeiterparkplatz in die Diskussion. Dieses Gelände müsse durch den Investor sowieso hergerichtet werden. Remscheids frühere Stadtplanerin Sigrid Burkhart habe ihm seinerzeit diese Option als machbar in Aussicht gestellt. Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid, rechnete indes vor, dass bei dieser Variante Kosten in Höhe von knapp 400.000 Euro auf die Stadt zukommen würden. Es müssten nämlich sehr viel aufwändigere Maßnahmen in Angriff genommen werden, als wenn das Grundstück nur zum Parken genutzt werde. Es gab am Ende eine deutliche Mehrheit für den Verwaltungsvorschlag. "Wir haben gerungen, überlegt und nach Alternativen gesucht. Letztlich ist die Robert-Schumacher-Straße für die Kirmes und auch für die Karnevalsveranstaltungen eine gute Lösung. Und das Oktoberfest hatte hier seinen Ursprung. Also stimmen wir zu in der Hoffnung, dass wir damit in Lennep kein Porzellan zerschlagen", fasste Ursula Czylwik (SPD) die Meinung ihrer Fraktion zusammen.

OB Mast-Weisz berichtete der BM im Anschluss an die Sitzung, dass er sich mit Klaus Kreutzer bereits zu einem neuerlichen Gespräch verabredet habe. "Wir sind uns nicht gram."

Quelle: RP
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