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Remscheid
Lokale Bands sollen Freibad Eschbachtal zur Livebühne machen

Remscheid: Lokale Bands sollen Freibad Eschbachtal zur Livebühne machen
Das Freibad soll zu einer Musikbühne werden. FOTO: JUmo
Remscheid. Bei einer Visite der SPD-Ratsfraktion im Bad beschreibt Sportamtschef Sternkopf sein Konzept nach dem Vorbild des Kölner Waldbads Dünnwald.

Großevents, wie ein Open-Air-Konzert mit musikalischen Größen, im Freibad? Mit solch neuen Veranstaltungskonzepten möchte Sportamtsleiter Martin Sternkopf in Zusammenarbeit mit dem Fördervereinsvorsitzenden, Stefan Grote, künftig mehr Gäste ins Freibad locken. Das erfuhr die SPD-Fraktion bei einer Sitzung im Freibad. Die Politiker wollten sich dort ein Bild machen und von den zuständigen Stellen erfahren, wie es im Freibad läuft - denn es sei für die Remscheider auch nach 100 Jahren sehr wichtig, betonte Fraktionsvorsitzender Sven Wolf,.

Um das Freibad auch für die nächsten 100 Jahre zu erhalten, müssten die Bürger auch zahlreich hingehen, sagte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. "In naher Zukunft muss aber auch die Technik erneuert werden." Diese stammt noch aus den 60er Jahren. Regelmäßige Rohr- oder Fliesenarbeiten seien erforderlich, aktuell ist der Spielplatzbereich aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Eine gute Nachricht, sagte Wolf, sei die Zusage des Landesbetriebes Straßenbau NRW, das Baurecht für ein Rückhaltebecken zu erhalten. Das sei nötig, damit das Freibad bei Starkregen nicht überschwemmt werde. Doch wann genau dies geschehen wird, vermochte der SPD-Fraktionsvorsitzende nicht zu sagen. "Nächstes oder übernächstes Jahr." Um künftig mehr Menschen an die Kasse zu locken und das Freibad finanziell abzusichern, seien neue Konzepte notwendig: beispielsweise Übernachtungen auf dem Gelände in Vater-Sohn-Zelten. In diesem Jahr sind die beliebte Schiffsparade im September und ein Wellness-Yoga-Tag im Juni schon fest eingeplant.

"Auch im künstlerischen Bereich wollen wir tätig werden", erklärte Martin Sternkopf. Das Freibad als Event-Location zu nutzen, biete sich an. Ganz nach dem Vorbild des Kölner Waldbads in Dünnwald, wo lokale Band-Größen wie Brings, Paveier oder Köbes Underground seit Jahren im Sommer spielen, und wo sich dieses Jahr sogar Gregor Meyle ("Keine ist wie du") angekündigt hat. Das schwebt auch Sternkopf vor, der das Konzept zunächst einmal mit lokalen Bands aus Remscheid testen will. "Natürlich brauchen wir dafür auch Sponsoren, um kein finanzielles Risiko einzugehen", erklärte Neuhaus, der in diesem Zusammenhang den Förderverein und die engagierten Mitarbeiter lobte: "Der Förderverein hat viel dafür getan, um unser Freibad so gut zu erhalten, und auch die Mitarbeiter, die nicht nur ihre Arbeit erledigen, sondern ihr Freibad lieben. Und das merkt man."

(seg)
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