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Remscheid
Lokalrunde bringt Stimmung in die City

Remscheid. Die zehnte Auflage der kostenlosen Musiknacht mobilisiert die Besucher und füllt die Kneipen der Innenstadt. Von Bernd Geisler

20 Stationen in Remscheid mit zeitgleicher Livemusik - klar, dass nicht alle bei der 10. Buderus Lokalrunde huckepack genommen werden können. Pünktlich um 20 Uhr legt im bereits gut gefüllten "Miro" - nach Rundenplan Station 13 - die Band "Bitmore" los mit "We will rock you". Der nächste Song könnte das Motto dieser Lokalrunde werden: "All Right Now". Gabi Sachs aus Remscheid ist jetzt schon zufrieden. Sie will im Miro bleiben. Die Musik hier gefällt ihr: "Wer weiß, ob es woanders besser ist."

Die nächste Station ist die "Grüne Gans". Proppenvoll, fast kein Reinkommen, aber Sängerin Bianca Rosa Klever steht noch nicht auf der Matte. Also weiter zum "Barista" . Hier liefert "Sam" - Akustik-Trio plus Vocal - im Moment Latin-Jazz, ganz zur Freude der Besucher. Das Zelt füllt sich, die Bratwurst lockt. Die drei Mädels Kathrin Michel, Monika Knobel-Brücher und Susanne Bollmann sind allerbester Laune.

Im "Schweinske" genießen die Gäste das Essen zur dezenten Hintergrundmusik des Akustikduos "Heartdevils". Das Ehepaar Birgit und Uwe Sköries startet von hier aus gut gesättigt seine persönliche Lokalrunde. Im Saxo fast wie immer kein Durchkommen. Die Leute knubbeln sich vor der Tür. Von der Musik von "Krista & Band" sind nur Fetzen zu hören. Schade. Irgendein "Carsten" - der Name scheint erfunden - weiß nicht, ob er bleiben soll oder weiterziehen muss. Er spricht mit schwerer Zunge.

Den Vogel an Besucherzahl und Bierkonsum dürfte Station 19 abgeschossen haben: das am Freitag eröffnete Hotel Remscheider Bräu. Die Leute werden portionsweise reingelassen, draußen sitzen sie an Bierbänken. Darunter Alexander Trapp. Er bedauert, von der "super Band Casa d' Locos" nichts mitzubekommen. Er schätzt, dass über 500 Leute im Moment das Areal bevölkern. Viktoria Klier aus Leverkusen ist "der Liebe und nicht des Bieres wegen" nach Remscheid mitgekommen.

Sie verpasst im übervollen "Rack n Roll" die Band "Privacy". Bei Sänger und Gitarrist Markus rinnt der Schweiß. Sängerin Momo bringt den Schmuse-Hit "Torn" von Natalie Imbruglia in einer fetzigen Rock-Version. Ina Süss steht am Eingang und begrenzt den Besucher-Zulauf. "Wenn der Service aufrechterhalten werden kann, ist es prima, so viele Gäste zu haben", sagt sie.

Auch die "ErlebBar" platzt aus allen Nähten. Die Musik des DJs Paul Gü dudelt im Hintergrund. Ein paar Schritte weiter geben sich im POM die Blues-Freunde die Klinke in die Hand. Betreiber Peter Kaschubiak freut sich: Die Band "The Upsetters" ist genau richtig. Er zählt gegen 22 Uhr bereits 330 Gäste.

Am lautesten schallt die Musik dem Näherkommenden aus dem "Haus des Handwerks" entgegen. Dafür gibt's noch Tanzplatz zum schwungvollen Rockabilly-Sound von "The Cable Bugs". Die Jungs geben Vollgas und hetzen von einem Song zum anderen. Den stimmigen Gegenpol dazu liefert Alleinunterhalter Ron Freitag. Er bringt gerade "Da simma dabei" im "Bistro Dallas". Ulla Schmidt und Gabriele Sock sind wahre Schlagerfans. "Hier ist es echt gemütlich", sagen sie. "Wir halten durch bis zum Ende."

Das denken auch die Besucher, die es sich im "Il Salento" gemütlich gemacht haben. "Gregorio Greco" bringt mit Stimme und Gitarre idyllische Stimmung unters Volk.

Latin-mäßig geht's im "beatclub" mit "Sabor Latino" zu. Die Tanzfläche ist voll und die Mädels hinter der Theke haben alle Hände voll zu tun.

Quelle: RP
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