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Remscheid
Herbstmarkt lockt Tausende ins „Dorf“

Das war der Herbstmarkt 2015 in Lüttringhausen
Das war der Herbstmarkt 2015 in Lüttringhausen FOTO: Hertgen, Nico
Remscheid. Bei bestem Wetter wurden in Lüttringhausen die Parkplätze knapp. Regionale Produkte kommen gut an. Von Stefanie Bona

Hier liefen die Besucher gerade an "Deutschlands leckerster Gurke" vorbei, dort gab`s die "weltbeste Pferdewurst" – die Teilnehmer am zehnten Herbst- und Bauernmarkt in Lüttringhausen überboten sich mit Superlativen und der Zuspruch gab ihnen recht. Um 14 Uhr waren die geräucherten Forellen am Stand des Angelclubs Rotauge ausverkauft und zwar restlos. "Das wird jedes Jahr früher. Beim letzten Mal hatten wir erst um 16 Uhr nichts mehr", war von den Angelfreunden zu hören.

Ohne Frage: Der vom Marketingrat Lüttringhausen veranstaltete Markt lockte am Sonntag Tausende ins "Dorf". Schon eine Viertelstunde vor Öffnung wurden die umliegenden Parkplätze knapp, auf den Zufahrtsstraßen bildeten sich am Nachmittag. Schlangen, Klar, dass da der Veranstalter frohlockte: "Das Wetter passt, es läuft prima und ich glaube, die Standbetreiber sind auch zufrieden", zog Christina Große-Hering, die den Bauernmarkt zum ersten Mal gemeinsam mit Claudia Hertel und Martina Oenler organisierte, zur Mittagszeit ein erstes positives Fazit.

Allerorten wurde geschlemmt und geschmaust. Unterm Dach der mobilen Taverne auf der Gertenbachstraße floss der Federweißer in Strömen, an der Apfelsaftmanufaktur bildeten sich lange Schlangen und auch bei Hochprozentigem aus der Edel-Destillerie sagten die Markt-Besucher nicht Nein. "Guck mal, die essen und trinken hier wie wild", staunte ein Passant ob der vielen Genießer. Doch ist der Herbst- und Bauernmarkt weit davon entfernt, eine der viel gescholtenen "Fressmeilen" zu sein. Viele Leute kamen gezielt, um sich mit frischen Produkten aus der Region zu versorgen. Äpfel gingen säckeweise über die Theken der Stände und auch mit frischem Gemüse deckten sich die Menschen zuhauf ein.

Dass der Herbst- und Bauernmarkt weiterhin auf Besonderheiten setzt, hat sich auch in diesem Jahr bewährt. Das Angebot an frischen Erzeugnissen aus der Region, die es zumindest im Supermarkt eher selten zu kaufen gibt, machen den Reiz der Veranstaltung aus. Bei Bärlauchbutter oder -pesto, Pecorino aus Italien, kaltgepressten Ölen, Aprikosenmarmeladen mit Minze oder Amaretto oder Produkten aus der Senfmühle kamen Gourmets voll und ganz auf ihre Kosten.

Zudem achteten die Anbieter auf eine hübsche Aufmachung. Die Konfitüren trugen Omas Spitzenhäubchen auf dem Deckel und Säfte und Weine waren dekorativ abgefüllt. Aus dem Bereich der "Non-Food-Abteilung" drängten sich etwa naturreine ätherische Öle oder der Moor-Fußbalsam zum Mitnehmen geradezu auf. Resonanz erfuhr ebenso der sich auf der Richthofenstraße anschließende Kunsthandwerkermarkt. Hier war der Betrieb ebenso lebhaft, wenngleich nicht ganz so stark wie auf dem eigentlichen Bauernmarkt.

Angenehm und ob des Zulaufs eigentlich verwunderlich war, dass es kaum Gedränge und Geschiebe gab, sondern man tatsächlich viele Auslagen in Ruhe betrachten konnte. Ein wenig Wartezeit musste man hier und da dennoch einplanen.

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