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Remscheid
Lüttringhausens Freund und Helfer

Remscheid: Lüttringhausens Freund und Helfer
Lüttringhausens Freund und Helfer: Hartwig Szyra ist neuer Bezirksbeamter und will im Außendienst viel Präsenz zeigen. FOTO: michael Schütz
Remscheid. Hartwig Szyra ist neuer Bezirksbeamter und Nachfolger von Heiko Müller. Der 52-Jährige ist seit 1988 bei der Remscheider Polizei und schätzt an seinem neuen Job vor allem die Nähe zum Bürger. Von Stefanie Bona

Im "Dorf" ist die Welt noch in Ordnung. "Dafür, dass das so bleibt, sorgen wir", sagt Ralf Bäcker, Bezirksbeamter in der Polizeiwache Lüttringhausen. Dazu hat er jetzt Hartwig Szyra an seiner Seite. Er hat die Nachfolge von Heiko Müller übernommen, der nach über drei Jahrzehnten Bezirksdienst vor Ort in den Ruhestand gewechselt ist.

Bewusst hat sich Polizeihauptkommissar Szyra, der gestern offiziell vorgestellt wurde, auf die vakante Stelle in Lüttringhausen beworben. "Der Vorzug hier ist die Nähe zum Bürger - das ist anders als in ganz Remscheid. Hier kennt man sich eben", weiß er noch aus seiner Dienstzeit Ende der 1990er Jahre, als er drei Jahre im Stadtteil tätig war.

Hartwig Szyra wohnt in Lennep, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Der 52-Jährige gehört seit 1988 zur Polizei Remscheid und war als Kradfahrer 20 Jahre für die Motorradstreife auf Remscheids Straßen unterwegs. Zuletzt war er im Bezirksdienst in der Wache Handweiser tätig. Auch in Lüttringhausen will er im Außendienst viel Präsenz zeigen. 80 Prozent der Arbeitszeit seien dafür vorgesehen, erklärt Frank Wilks, Leiter des Bezirksdienstes bei der Polizei Remscheid. "Als Bezirksbeamte haben wir Zeit, uns um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu kümmern", erklärte er. Dies verstärke das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen. In Lüttringhausen und den umliegenden Ortschaften und Siedlungen haben Ralf Bäcker und Hartwig Szyra ein Gebiet von rund 15 Quadratkilometern zu betreuen. Die Polizei soll dort ansprechbar sein - vom Kind bis zum Senior. Dazu dienen Termine bei Kindergärten und Schulen, Verkehrssicherheits- und Fahrradtraining, aber auch das Vollstrecken von Haftbefehlen und Nachsorgegespräche bei Einbrüchen. Das Unsicherheitsgefühl sei gestiegen, obwohl Remscheid und gerade Lüttringhausen diesbezüglich ein vergleichsweise ruhiges Pflaster sei, räumen die Beamten ein. "Bei einem Einbruch ist immer die Privatspähre betroffen. Wer das einmal erlebt hat, ist traumatisiert", weiß auch Bezirksdienst-Chef Frank Wilks.

Breiten Raum im Arbeitsalltag der Beamten in den Stadtbezirken nimmt die Prävention ein. Wird irgendwo gerast - und sei es nur aus dem Empfinden der Bürger heraus - sind die Polizisten vor Ort gesprächsbereit und schauen sich vermeintliche Gefahrenpunkte genau an und nehmen die Bürger ernst.

Hartmut Szyra ist seit 1982 im Polizeidienst. Vielfach wird heute beklagt, dass die Gewaltbereitschaft innerhalb der Gesellschaft größer geworden ist und der Respekt gegenüber den Gesetzeshütern abgenommen hat - kann er das bestätigen? "Ich persönlich nicht", sagt er. Als Motorradfahrer sei er meistens im Umgang mit den Menschen alleine auf sich gestellt gewesen. "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Ich habe immer versucht, deeskalierend zu wirken. Damit bin ich gut gefahren."

Quelle: RP
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