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Remscheid
Lungenmoos gegen Heuschnupfen

Remscheid. Das schöne Frühlingswetter macht nicht allen in Remscheid Freude. Heuschnupfengeplagte leiden jetzt unter trockenen oder tränenden Augen, Schnupfen oder einem kratzenden Rachen. Ohne ein zusätzliches Hilfsmittel, das die Symptome lindert, geht es nicht. Doch Antihistaminika machen häufig sehr müde. Von Anna Mazzalupi

Aber was ist eine Alternative? Viele pflanzliche Mittel können ebenfalls Abhilfe bei den unangenehmen Allergieanzeichen schaffen. Allerdings muss man beachten, dass die natürlichen Mittel eine längere Vorlaufzeit brauchen, um zu wirken. "Homöopathie ist in der Regel etwas für eine längerfristige Theraphie. Aber dennoch gibt es einige "Akut-Pollenmittel", die helfen", erklärt die Heilpraktikerin Dagmar Leverentz.

Wie werden sie eingenommen?

Die pflanzlichen Mittel werden in Form von Globulis verabreicht. Je nach Geschmack werden drei bis fünf der Kügelchen im Wasser aufgelöst und verrührt. Die Flüssigkeit wird über den Tag verteilt mit einem Löffel aufgenommen. Alternativ kann man die Kügelchen auch unter der Zunge langsam zergehen lassen. "Es dauert ein bis zwei Tage, bis er wirkt. Deshalb sollte man damit zwei bis drei Tage vor der akuten Phase beginnen", empfiehlt Leverentz.

Stellt sich keine Besserung ein oder haben sich die Symptome nach ein paar Tagen verändert, sollte man ein weiteres Mittel versuchen. Allerdings kann man nicht zwei oder mehrere homöopathische Mittel miteinander vermischen, sondern nur eins nach dem anderen nehmen.

Sieben Akut-Pollenmittel im Überblick

Allium cepa hilft bei einer stark laufenden Nase. Außerdem lindert es stark tränende und lichtempfindliche Augen.

Euphrasia verschafft Linderung bei dem Gefühl, die Augen haben einen Fremdkörper. Auch bei einem Sandgefühl oder Brennen nützt das Mittel. Tipp der Heilpraktikerin: Zusätzlich kühlen, etwa mit einem Pad.

Auf Sabadilla kann zurückgreifen, wenn einen eine trockene Nasen mit Niesanfällen plagt oder einen die Trockenheit im Rachen zum Schluckzwang zwingt.

Naphtalinum hilft bei Niesanfällen oder heftigen Hustenattacken.

Arundo setzt man bei heftigem Juckreiz in Nasen, Augen, Gaumen oder Ohr ein.

Auch Wyethia hilft gegen den Juckreiz oder auch bei Schwellungen im Rachenraum.

Sticta pulmonaria, auch als Lungenmoos bekannt, hilft den Bronchien bei einem kitzelnden Reizhusten nach Schnupfen, heißt es aus Fachkreisen.

Quelle: RP
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