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Remscheid
Lux: Das Orchester hat ein Problem

Remscheid. Die Remscheider Orchesterfreunde halten an ihrem Engagement für die Bergischen Symphoniker fest. Dabei werden die Aufgaben nicht weniger anspruchsvoll. "Die finanzielle Situation des Orchesters steht wieder auf der Tagesordnung", erinnerte Vereinsvorsitzender Harald Lux bei der Jahreshauptversammlung an die Tariferhöhungen, die im langfristig angelegten Finanzierungsplan in dieser Höhe nicht berücksichtigt wurden. Von Stefanie Bona

Dafür eine Lösung zu finden, liege nun in den Händen des Aufsichtsrates. Allgemein zeige sich hier erneut, wie "prekär" die Finanzierung der Kultur in Remscheid generell sei. "Die Stadt hat ein Problem, die so wichtige Kultur zu erhalten, die mit Lebensqualität zu tun hat", sagte Lux. Wenn man sie nicht bieten könne, wanderten die Menschen ab. Nach Kräften bemüht sich der Orchester-Förderverein, seinen Teil zum Erhalt des kulturellen Lebens beizutragen. Nimmt man alle Aktivitäten zusammen, haben die Orchesterfreunde die Bergischen Symphoniker im vorigen Jahr mit 142.000 Euro unterstützt. Darin eingeschlossen sind Mittel für Werbung, die Finanzierung der Solistenauftritte und die Jugendförderung. Will man junge Menschen an die klassische Musik heranführen, sind offenkundig ziemlich dicke Bretter zu bohren. Die hochkarätigen Konzerte "Jugend brilliert", bei denen Nachwuchsmusiker gemeinsam mit dem Orchester auftreten, werden so bescheiden besucht, dass man über eine Zusammenlegung der Termine in Remscheid und Solingen nachdenkt. Wolfgang Luge, der innerhalb des Vereinsvorstands für die Jugendarbeit verantwortlich ist, berichtete zwar erfreut, dass es gelungen sei, zu weiteren Schulen - unter anderem in Radevormwald und in Hückeswagen - Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig vermeldete er, dass von 500 durch die Orchesterfreunde für jugendliche Konzertbesucher kostenlos bereitgestellten Eintrittskarten nur 141 abgerufen worden seien. "Warum das so ist, weiß ich nicht", sagte er. Hoffnung verbindet Luge mit der ab der nächsten Spielzeit geltenden früheren Anfangszeit der philharmonischen Konzerte. Ein Beginn um 19.30 Uhr ermögliche Schülern einen besseren Heimweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Verstärkt wollen sich die Orchesterfreunde um mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für "ihr" Orchester bemühen. Ein Tag zum Kennenlernen ist geplant, gleichzeitig soll die Orchesterstiftung bekannter gemacht werden.

Quelle: RP
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