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Remscheid
Magere Bilanz beim Park Food Festival

Remscheid: Magere Bilanz beim Park Food Festival
Sascha Minas vom Schützenhaus bereitete einen New York Sandwich vor. Dabei wird das Schaufelstück 22 Stunden bei 56 Grad geschmort. FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Regen am Freitag und wechselhaftes Wetter am Samstag hielten viele Besucher fern vom Besuch des Festivals. Von Cristina Segovia-Buendía

Ein Sportler weiß, er kann nicht immer gewinnen. Und sportlich nahm auch Markus Kärst die Niederlage auf: 35 Food-Truck-Stände waren wieder dabei, die allerlei Köstlichkeiten anboten. Bei einem Rundgang über das Gelände füllte sich die Nase mit exotischen, süßen und herzhaften Gerüchen, die den hungrigen Besuchern das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Hübsche Stände und das tolle Ambiente drum herum rundeten das Erlebnis ab und lockten auch diesmal wieder Fans und Freunde der guten und ausgefallenen Küche.

Diesmal machte dem Festival allerdings das regenreiche Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung: Am Freitag, einem der bislang umsatzstärksten Tage des Festivals, war so gut wie gar nichts los, berichtete Kärst am Samstagabend: "Das war es echt bitter. Es hat den ganzen Tag geregnet. Ich persönlich wäre auch nicht gekommen, aber es haben sich tatsächlich einige wenige hier hin verirrt."

Die Anbieter beendeten den Abend zeitnah. Und auch am Samstag verlief es zunächst schleppend. "Bis etwa 17 Uhr war nicht viel los." Erst zum späten Abend hin, als der Himmel aufriss und die Regenwolken abgezogen waren, strömten wieder mehr Besucher in den Park. Im Vergleich zu den Vorjahren war aber kaum etwas los: Der halbe Schützenplatz - wo während eines Park Food Festivals an einem Samstag gegen 18 Uhr für gewöhnlich kein Parkplatz mehr zu ergattern ist - war noch unbesetzt. Im Park selber schlenderten zwar reichlich Besucher zwischen den Food Trucks, bis auf wenige Ausnahmen, bildeten sich aber keine großen Schlangen. Gut für die Besucher, die nicht lange auf ihre Speisen warten mussten, dafür nur mäßig gut für die Betreiber, da der Umsatz fehlte.

Allerlei Leckeres kam bei der vierten Auflage des Park Food Festivals auf den Tisch. FOTO: Jürgen Moll

Entsprechend gedrückt war die Stimmung bei den Street-Food-Köchen. "Ja, es sind gemischte Gefühle", verriet Kärst auf Nachfrage. "Da braucht es schon Fingerspitzengefühl, um die Anbieter bei Laune zu halten." Viele hatten eine lange Anreise und hohe Kosten auf sich genommen, um dabei zu sein.

Dem stark gemischten Publikum - von der Familie mit Kleinkindern, über Jugendliche bis hin zu gaumenfreudige Senioren - gefiel und schmeckte es bestens: Die Damenmannschaft des Wuppertaler Vereins "Jägerhaus Linde" kam beispielsweise geschlossen nach Remscheid. "Wir sind zum ersten Mal auf dem Park Food Festival und es ist sehr cool", sagte Chrissi (25). "Sehr lecker." Süßkartoffeln und Straußenburger hatte sie probiert und schien ganz angetan. Zum Nachtisch hatten sich die gut gelaunten Damen für eine Bubble-Waffle entschieden und standen dafür auch gerne eine Stunde an. "Das ist nicht schlimm, wie nutzen die Zeit um zu reden und es lohnt sich einfach dafür anzustehen. Die sieht echt lecker aus", sagte Kathi (30).

Das nächste Park Food Festival ist schon terminiert: 1. Bis 3. Juni 2018 gibt es die fünfte Auflage.

Quelle: RP
 
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