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Remscheid
Markt - Alleestraße wird Ersatzstandort

Remscheid: Markt - Alleestraße wird Ersatzstandort
FOTO: Körschgen, Jürgen (jko)
Remscheid. Nach einem Testlauf sprechen sich Marktbeschicker und Stadtmarketing für die neue Lösung aus. Sie bietet mehr Vorteile als der Platz vorm Teo Otto Theater. Von Christian Peiseler

Als vor drei Wochen die Markthändler wegen eines Fußballturniers auf dem Rathausplatz ihren angestammten Platz wechseln mussten, wählten die Marktleute diesmal die obere Alleestraße. Die knapp 30 Wagen stellten sich auf von der Zange bis runter zum zweiten Pavillon. "Das hat alles besser geklappt, als wir erwartet haben", sagt Markus Kempe, Sprecher der Marktbeschicker. Nach diesem erfolgreichen Versuch soll der Markt nun vor allem in den Wintermonaten, wenn vor dem Rathaus die Eisbahn aufgebaut wird, auf die obere Alleestraße ausweichen und nicht mehr wie bisher auf den Parkplatz vor dem Teo Otto Theater.

Das Ausweichen auf den Platz vor dem Teo Otto Theater ist komplizierter und teurer. Die Busse müssen umgeleitet werden, und die Marktleute bezahlen zusätzliche Stromgebühren zu ihren Standkosten hinzu. Markus Kempe hält den Rathausplatz aber weiterhin für den idealen Standort für die etwa 30 Händler. Die Alleestraße habe nämlich auch ihre Problemzonen. Stände, die in der Nähe der Pavillons ihren Platz gefunden hatten, seien von den Kunden nicht richtig wahrgenommen worden, sagt Kempe. Viele Besucher hätten nicht gewusst, dass es dort auch noch Stände gab. Außerdem sei es wichtig, mit den Geschäftsinhaber auf der Alleestraße zu reden. Nicht jeder Marktstand passe zu jedem Geschäft. "Die Fischbude vorm Boecker, das geht gar nicht", sagt Kempe.

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Auch aus Sicht der Stadt biete der neue Ausweichstandort Vorteile. "Über den Markt gehen so auch Kunden, die in den Geschäften der Alleestraße einkaufen wollen", sagt Sarah Eichhorst vom Remscheider Stadtmarketing. Über den Platz vorm Teo Otto Theater käme hingegen keine Laufkundschaft. Kempe befürchtet aber, der Markt werde auf Dauer vom Rathausplatz verdrängt. "Wenn dort immer mehr Veranstaltungen stattfinden, bleibt uns nichts anderes übrig als umzuziehen", sagt Kempe. Nichts sei schädlicher für einen Wochenmarkt, als wenn er ständig seinen Platz wechselt. Aus Sicht von Eichhorst muss sich Kempe keine großen Sorgen machen: "Auf dem Rathausplatz sind keine zusätzlichen Veranstaltungen geplant."

Der Wochenmarkt hat seine reine Versorgungsfunktion schon lange eingebüßt. Was dort angeboten wird, können sich die Bürger meist auch im Supermarkt kaufen. Vor zwei Jahren gab es eine Initiative, die mit Veranstaltungen wie zum Beispiel "Kochen auf dem Markt" mehr Besucher locken wollte. Aus Sicht von Kempe haben solche Veranstaltungen aber nur Zweck, wenn sie regelmäßig und dauerhaft stattfinden. Die Stadt hat aber kein Geld, um solche Aktivitäten zu fördern, und die Marktbeschicker sind sich nicht immer einig, was zusätzlich geboten werden soll. Die Stadt bietet nur regelmäßige Führungen mit Kindergärten auf dem Markt an.

Quelle: RP
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