| 00.00 Uhr

Remscheid
Matinee-Splitter

Burkhard Mast-Weisz liebt als Fan auf der Tribüne offenkundig die Herausforderung. "Bayern-Fan kann jeder", sagte Remscheids Oberbürgermeister, bekanntlich Anhänger des nicht immer punktsicheren Zweitligisten aus Bielefeld.

Derweil machte sich Sportbund-Vorsitzender Reinhard Ulbrich schon mal Gedanken über sein Outfit bei der Sportlerehrung im nächsten Jahr. Die Jeans mit den derzeit angesagten Gebrauchsspuren, die Rollhockey-Nationalspieler Yannick Peinke trug, zog jedenfalls die Aufmerksamkeit des Sportbund-Vorsitzenden auf sich. Ob er sich allerdings demnächst modisch derart up to date auf die Bühne stellen werde, sei dann doch eher unwahrscheinlich, bekannte Ulbrich.

Die Differenzen, die sich aktuell zwischen dem organisierten Sport in Remscheid und der Stadtverwaltung ob des noch nicht abschließend geklärten Zeitplans für die neue Sportanlage auf dem Hackenberg auftun, waren zwischen den Zeilen auch bei der Sportlerehrung Thema. Während OB Mast-Weisz ausdrücklich hervorhob, welchen Wert der Sport für die Stadt habe und wie die Verwaltung umgekehrt die Sportvereine unterstütze, bemerkte Reinhard Ulbrich scheinbar beiläufig, dass der Sportbund in Remscheid 20.000 Mitglieder und 78 Vereine vertrete. Welches Gewicht damit der Sport in Remscheid habe, werde hier und da vergessen.

Gleichzeitig gab er dem OB in punkto Bergischer Zusammenarbeit, die auf der Ebene des Sports hervorragend funktioniere, den Tipp, es mit seinen Amtskollegen in Wuppertal und Solingen doch einmal mit einem gemeinsamen Fitnessprogramm zu versuchen. Auf dem Spinningrad ließe sich vielleicht die eine oder andere Disharmonie leichter ausräumen.

So viele Gratulanten wird Sportamtsleiter Martin Sternkopf eher selten zu seinem Geburtstag gehabt haben. An seinem Ehrentag saß der Leiter des Sportamts im Publikum bei der Matinee des Sports.

Seinen Dank richtete OB Mast-Weisz an die Remscheider Sportvereine ausdrücklich auch in Bezug auf die Integration von Flüchtlingen. Als zur Unterbringung in kurzer Zeit drei Sporthallen gebraucht wurden, hätten die Vereine mitgezogen und auf die Flächen verzichtet. Gleichzeitig gingen sie aktiv auf die Asylbewerber zu und lüden sie zum Sporttreiben in den Vereinen ein.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Matinee-Splitter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.