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Remscheid
Mehr Wasserspaß an der Kräwi

Remscheid. Ein neuer Pächter soll den Bootshafen an der Wuppertalsperre zum 1. April übernehmen. Das soll nicht die einzige Veränderung bleiben: Die Anliegerstädte überlegen, die Nutzung der Anlage zu intensivieren. Von Alexandra Kemp

Die Freizeitanlage Kräwinklerbrücke soll zum 1. April einen neuen Pächter bekommen. Das bestätigte Sportamtsleiter Bernd Fiedler auf BM-Anfrage. Um wen es sich dabei handelt, will er wegen eines laufenden Verfahrens noch nicht preisgeben. Nur so viel: Die Anliegerstädte Remscheid, Radevormwald und Wuppertal sowie das Hückeswagener "Haus Hammerstein" überlegen, die Nutzung der Wuppertalsperre für den Freizeitbereich noch auszubauen. "Haus Hammerstein" bekam von der Stadt Remscheid bereits die Erlaubnis, einen eigenen Bootssteg zu bauen.

Wilding trifft Eilentscheidung

Über den Abschluss des Pachtvertrages muss eigentlich der Hauptausschuss entscheiden. Weil dessen für vergangene Woche geplante Sitzung jedoch ausfiel, haben Oberbürgermeisterin Beate Wilding und ein Ratsmitglied eine Eilentscheidung gefällt. Die war nötig, weil die Wassersport-Saison bereits heute beginnt, erläuterte Fiedler. Der Hauptausschuss wird nun in seiner Sitzung am 25. März informiert.

Rückblende: Vor genau einem Jahr wurde bekannt, dass es zwischen der Stadt Remscheid und dem damaligen Betreiber des Bootshafens, der Wassersport- und Freizeitanlage Kräwinklerbrücke GmbH an der Wuppertalsperre, einen seit Jahren schwelenden Streit gibt. Pächter und Stadtverwaltung sollen sich unter anderem über den Mietpreis nicht einig geworden sein. Die Stadt Remscheid leitete eine Zahlungs- und Räumungsklage ein.

Die Talsperre ist Eigentum des Wupperverbandes, der die Rechte zur wassersportlichen Nutzung gegen Zahlung einer Gebühr an die Stadt Remscheid vergeben hat. Diese hat sie wiederum an den Betreiber des Bootshafens weitergegeben. Er darf Bootsplaketten vergeben sowie Tauch- und Angelgenehmigungen ausstellen. Und wollen weitere Einrichtungen oder Vereine Bootsstege errichten, müssen sie den Betreiber um Erlaubnis fragen und eine Gebühr zahlen.

Bis der neue Pächter in Aktion tritt, ist übergangsweise die Stadt Remscheid Inhaberin der Rechte. In dieser Zeit seien die Städte Wuppertal und Radevormwald auf Remscheid zugegangen, berichtet Fiedler. Sie haben Anregungen eingebracht, die den Standort der Wuppertalsperre attraktiver machen sollen. Zu den Ideen gehört beispielsweise, weitere Boote zu Wasser zu lassen, einen Fährbetrieb einzurichten sowie Ausflugs- oder Kaffeefahrten anzubieten. Über diese Ideen muss unter Einbindung des neuen Pächters noch diskutiert werden.

Von den Veränderungen werden die Rechte der bisherigen Nutzer nicht eingeschränkt, betonte Fiedler: Die Mitglieder des Kanusportvereins Radevormwald/Remscheid, der an der Anlage ein Bootshaus gemietet hat, können dort weiterhin ihrem Hobby nachgehen.

Quelle: RP
 
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