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Kommentar
Miese Aussichten

Remscheid. Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch der Kommune gut. Dieser Satz, den IHK-Präsident Thomas Meyer immer wieder gerne zitiert, stimmt im Großen und Ganzen. Dennoch scheitert er an der Realität in Remscheid. Die Unternehmen in der Werkzeugstadt strahlen große Zufriedenheit mit der geschäftlichen Entwicklung aus. Das ist erfreulich. Doch die gute Konjunktur hilft nicht dabei, die sozialen Probleme in den Griff zu bekommen. Die Arbeitslosenquote liegt zwar konstant um die 8,4 Prozent. Aber die Zahl der Menschen in Bedarfsgemeinschaften steigt kontinuierlich. Inzwischen sind es 12.000. Zehn Prozent der Bürger können nicht von Arbeit leben - aus verschiedenen Gründen. Der Kommune geht es schlecht, auch wenn es der Wirtschaft gut geht. Eine Lösung, wie dieser nicht nur sozialpolitische Sprengstoff zu entschärfen ist, gibt es bisher nicht. Miese Aussichten.

christian.peiseler@bergische- morgenpost.de

Quelle: RP
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