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Remscheid
Mit allen drei Gewinnern wird verhandelt

Remscheid: Mit allen drei Gewinnern wird verhandelt
Professor Hartmut Welters bei der Vorstellung der Pläne. FOTO: cip
Remscheid. Die Entwürfe für den Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes hängen im Stadtteilbüro am Markt 13 aus. Entscheidung bis November. Von Axel Richter und Christian Peiseler

Die Diskussion um die Gestaltung des Ebert-Platzes ist eröffnet. Nicht nur die Politiker und Fachleute entscheiden, auch die Bürger können sich einen Eindruck verschaffen und zu Wort melden. Die Pläne der ersten drei Sieger hängen im Büro am Markt 13 aus. Insgesamt hatte es sieben Vorschläge für die Neugestaltung des zentralen Busbahnhofs gegeben. In Teams hatten Architekten, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner aus ganz Deutschland ihre Vorschläge eingesandt. In Remscheid bewertete ein Preisgericht die Vorschläge. Dabei standen Funktionalität, Aufenthaltsqualität und die Wirtschaftlichkeit des Entwurfs im Mittelpunkt.

Den gestern von der BM veröffentlichten Siegerentwurf kennzeichnet ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz, das sich wie ein Bumerang über den Busbahnhof zieht. "Es schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs und der dem Fußgänger vorbehaltenen Platzfläche", schreibt dazu die Kölner und Aachener Arbeitsgemeinschaft Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner sowie BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH. Ergänzt wird der Bumerang durch gläserne Fahrgastunterstände. Ein moderner Rundbau soll sowohl die Leitzentrale der Verkehrsbetriebe als auch ein Bistro oder Fastfood-Restaurant beherbergen. Nach dem Votum der Jury aus Architekten, Stadtentwicklern, Verkehrsplanern und Remscheider Politikern hat der Entwurf die besten Chancen auf eine Realisierung. Doch auch der zweit- und drittplatzierte Gestaltungsvorschlag kann noch zur Umsetzung kommen, falls sich die Architekten und die Stadt Remscheid als Bauherr nicht einig werden. Es sei wichtig für die weitere Vorgehensweise, wie sich die Architekten auf Veränderungen einlassen und ihre Honorarforderungen aussehen, sagte Professor Hartmut Welters, der den Wettbewerb organisierte.

"Hello, Goodbye, Hello", hat etwa das Berliner Team Franz Reschke, Landschaftsarchitektur, Jan Derveaux / Rimpau & Bauer Architekten und Freie Planungsgruppe Berlin GmbH ihren Entwurf überschrieben. Der Arbeitstitel steht "für einen urbanen Raum intensiver Nutzung, vielfältiger Bewegung und hoher Verweilqualität", schreibt die Arbeitsgemeinschaft in ihrem Erläuterungsbericht. Die auf Platz zwei stehenden Berliner präsentieren drei längliche Dächer, die das Treiben auf dem Busbahnhof überspannen und den Stadtplatz säumen. "An Regentagen bieten sie wirksamen Schutz auf jedem Bussteig beim Ein- , Aus- oder Umsteigen", verspricht die Arbeitsgemeinschaft. Das dominierende Material ist Flachsstahl, die Gebäude sind schlank und elfenbeinfarben. So wirken die Dächer und auch das Betriebsgebäude mit Kiosk gleichermaßen licht und transparent. Mit zwei Haltestelleninseln ging dagegen die Arbeitsgemeinschaft wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum, Hummert Architekten BDA, Pulheim-Dansweiler, und SHP Ingenieure GbR, Hannover, in den Gestaltungswettbewerb in Remscheid. Beide Inseln sollen großflächige Überdachungen erhalten und in den Wartebereichen zudem mit gläsernen Windschutzwänden versehen werden.

Der Favorit (links) mit der bumerangartigen Überdachung Die lichte Konstruktion (Mitte) kam auf Platz zwei. (Grafik: Reschke / Derveaux / Panhorst). Dritter Platz: Haltestellen als Inseln (rechts) (Grafik: Junge / Hummert / Adams). FOTO: Sparla / Schmitz / Springsfeld).

Bis November soll die Entscheidung gefallen sein.

Quelle: RP
 
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